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Unternehmen und Einrichtungen

Zwei junge Frauen und ein junger Mann stehen in einem Raum der Industrie vor einem Tisch mit Unterlagen in der Hand.

Mädchen und Jungen folgen bei der Berufswahl oft traditionellen Mustern. Das Berufswahlspektrum ist dadurch stark eingeschränkt. Als Personalverantwortliche in Unternehmen und Einrichtungen können Sie dazu beitragen, dass Jugendliche einen klischeefreien Einblick in die Berufswelt bekommen.

Beispiele guter Praxis sortiert nach Zielgruppen

Jungen

Boys’Day – Jungen-Zukunftstag

Zielgruppe: Jungen ab der 5. Klassenstufe
Dauer: 1 Tag

Der Boys’Day zeigt Jungen neue berufliche Perspektiven auf und begeistert sie für Berufe, die einen geringen Männeranteil aufweisen. Im Vordergrund stehen dabei die Bereiche Erziehung, Pflege und Gesundheit, Soziales und andere Dienstleistungsberufe, in denen der Bedarf an qualifiziertem Personal zunimmt und Männer nur selten vertreten sind. Einrichtungen und Unternehmen bietet der Berufsorientierungstag die Chance, motivierte und kompetente männliche Nachwuchskräfte zu finden. Der bisherige Erfolg kann sich sehen lassen: Ein Fünftel der Einrichtungen und Unternehmen erhält Bewerbungen von ehemaligen Boys’Day-Teilnehmern. Ein Großteil davon mündet in ein Praktikum oder eine Ausbildung.

Weitere Informationen zum Boys' Day

Soziale Jungs SOKO

Zielgruppe: Jungen ab 14 Jahren
Dauer: ca. 80 Stunden innerhalb von sechs Monaten

Das Frankfurter Projekt beruht auf der Idee, ehrenamtliches Engagement mit Berufsorientierung zu verknüpfen. Männliche Jugendliche erhalten Gelegenheit, sich einmal pro Woche sozial zu engagieren. Ob Vorlesen im Kindergarten, Einkaufen für ältere Menschen oder einfach anderen zuhören und für sie da sein – das Projekt ermöglicht es den Jungs, ihre sozialen Kompetenzen (abgekürzt: SOKO) weiterzuentwickeln und dabei neue Berufsfelder kennenzulernen. Über einen Zeitraum von sechs Monaten erfahren sie: Es macht Spaß, sich für andere einzusetzen und einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.

Weitere Informationen zu SOKO

Soziale Jungs Hamburg – Berufsorientierende Jungenförderung

Zielgruppe: Jungen ab 13 Jahren
Dauer: i. d. R. einmal pro Woche über mehrere Monate

Das Projekt „Soziale Jungs Hamburg“ bietet männlichen Jugendlichen die Chance, erste Erfahrungen in der Kinderbetreuung oder Pflege zu sammeln. Im Verlauf der Praktika erleben die Jungen, wie bereichernd eine soziale Tätigkeit sein kann – sowohl für andere also auch für sie persönlich. Sie verbessern ihre sozialen Kompetenzen, übernehmen Verantwortung und entwickeln Respekt für das Berufsfeld und die Menschen, die dort arbeiten. Oft wirken die Erfahrungen der Jungen positiv zurück auf ihre Persönlichkeitsentwicklung und die Beteiligung am Schulunterricht.

Mehrere Schulen beteiligen sich an „Soziale Jungs Hamburg“. Die teilweise mehrmonatigen Praktika können als Wahlpflichtkurs, Praxislerntag oder Kompaktpraktikum angeboten werden.

Weitere Informationen zu Soziale Jungs Hamburg

Jungen | Mädchen

Klischeefreie Berufs- und Studienorientierung der Deutsche Bank Gruppe

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse sowie Absolventinnen und Absolventen

Die Deutsche Bank verfolgt bei der Rekrutierung und Ausbildung ihrer Beschäftigten den Ansatz, in „klischeefrei“ die verschiedensten Möglichkeiten der beruflichen Orientierung und Entwicklung zu bieten. Dabei kommt es der Deutschen Bank nicht nur darauf an, den Blick auf die Gleichbehandlung der Geschlechter zu richten, sondern darüber hinaus auch darauf zu achten, dass der „Blick über den Tellerrand“ hinaus sich auch auf die fachliche Qualifikation, den kulturellen und ethnischen Hintergrund bezieht. Dasselbe gilt unter dem Stichwort „Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben“ für Kandidatinnen und Kandidaten, die sich in besonderen familiären Situationen befinden.

Die Deutsche Bank bietet hierfür ein vielfältiges Programm an: für Schülerinnen und Schüler den Girls’Day und Boys’Day sowie Schnupper- und Einstiegsprogramme für Absolventinnen und Absolventen.

Weitere Informationen zu den Aktivitäten der Deutschen Bank

BOP – Berufsorientierungsprogramm

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klassenstufe
Dauer: Potenzialanalyse: 2–3 Tage, Werkstatttage: 2 Wochen

Selbst anpacken und werken, statt nur dabei zuzuschauen – darum geht es bei den Werkstatttagen des Berufsorientierungsprogramms. Im Unterschied zu einem Praktikum stehen die Mädchen und Jungen im Mittepunkt und nicht etwa laufende Produktions- oder Geschäftsprozesse. So können sie im geschützten Raum der Ausbildungsstätten verschiedene Tätigkeiten ausprobieren. Es handelt sich ausdrücklich um berufsübergreifende Felder, denn die Jugendlichen sollen sich in dieser Phase noch nicht auf konkrete Berufe festlegen, sondern die Vielfalt der Berufswelt kennenlernen.

Weitere Informationen zum BOP

Mädchen

EnterTechnik

Zielgruppe: Schülerinnen mit mittlerem Schulabschluss oder (Fach-)Abitur
Dauer: 1 Jahr

In der Wirtschaft mangelt es besonders an weiblichen Fachkräften im technisch-gewerblichen Bereich. EnterTechnik versucht, junge Frauen dafür zu begeistern und gezielt als Nachwuchskräfte zu gewinnen. Unterstützt wird die Initiative von zahlreichen Unternehmen technologieorientierter Branchen – vom kleinen Start-up bis zum Industriekonzern.

Weitere Informationen zu EnterTechnik

FiT – Frauen in technischen Berufen

Zielgruppe: Schülerinnen an der 7. Klasse

Ford Aus- und Weiterbildung e. V. stellt ein abgestuftes Maßnahmenpaket für Schülerinnen zur Verfügung, um ihnen technische Berufe nahezubringen und langfristig den Frauenanteil in der Fahrzeugentwicklung und Produktion zu erhöhen. Das Projekt „Mädchen und Technik!“ umfasst die Veranstaltungsreihe „Girls only“, in der allgemeine und fachbezogene Informationstage angeboten werden, sowie das Ferienpraktikum „Try-Ing“ ab Klasse 10. Darüber hinaus bietet Ford auch Weiterbildung für Lehrkräfte, Elternabende und Kurzpraktika für Lehrkräfte und Eltern an.

Weitere Informationen zu FiT – Frauen in technischen Berufen

Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag

Zielgruppe: Mädchen ab der 5. Klassenstufe
Dauer: 1 Tag

In technisch-naturwissenschaftlichen Berufen und im Handwerk zeichnet sich ein Mangel an Fachkräften ab. Der Girls’Day, der einmal im Jahr bundesweit durchgeführt wird, bringt Unternehmen mit potenziellen weiblichen Nachwuchskräften zusammen. Der bisherige Erfolg kann sich sehen lassen: Jedes dritte Unternehmen erhält Bewerbungen von ehemaligen Teilnehmerinnen. Ein Großteil davon mündet in ein Praktikum oder eine Ausbildung.

Weitere Informationen zum Girls' Day

Girls’Day Akademie

Zielgruppe: Mädchen der 7. bis 10. Klassenstufe
Dauer: 1 Jahr

Die Girls’Day Akademie richtet sich an Schülerinnen, die sich für Technik und Naturwissenschaften interessieren. Sie findet innerhalb eines Schuljahres wöchentlich als Arbeitsgemeinschaft statt und kann an jeder allgemeinbildenden Schule durchgeführt werden. Die Teilnehmerinnen lernen naturwissenschaftliche und technische Inhalte kennen, indem sie in Unternehmen oder Hochschulen in den Arbeitsalltag hineinschnuppern und dort typische Aufgaben übernehmen.

Weitere Informationen zur Girls' Day Akademie

„Komm, mach MINT.“ – Nationaler Pakt für Frauen in MINT-Berufen

Zielgruppe: junge Frauen an den Schnittstellen von Schule und Studium sowie Hochschule und Beruf
Dauer: abhängig vom jeweiligen Projekt

Junge Frauen für naturwissenschaftlich-technische Berufe zu begeistern, um dem Fachkräftemangel zu begegnen – das ist das Ziel von „Komm, mach MINT.“ Die Initiative vermittelt ein realistisches Bild von MINT-Berufen, zeigt Karrierechancen auf und versucht, Hochschulabsolventinnen für technische Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu gewinnen. Hinter dem Pakt steht ein breites Bündnis aus Bundesregierung, Bundesagentur für Arbeit, Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften, Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen.

Weitere Informationen zu "Komm, mach MINT."

Hessen-Technikum: MINT-Praktikumsplätze für junge Frauen

Zielgruppe: Schulabsolventinnen mit (Fach-)Abitur
Dauer: 6 Monate

Sie wollen in Zeiten des Fachkräftemangels neue Wege der Nachwuchssicherung beschreiten? Sie möchten gerne junge Frauen für MINT begeistern und qualifizierte Mitarbeiterinnen für Ihr Unternehmen rekrutieren?

Das Hessen-Technikum ist ein 6-monatiges Studien- und Berufsorientierungsprogramm für (Fach-)Abiturientinnen, die sich für MINT-Fächer interessieren. Es bietet Unternehmen die Möglichkeit, sich junge Frauen als neue Zielgruppe zu erschließen. Anwendungsbezug, konkrete Berufsbilder und eigene Erfahrungen – darum geht es im Hessen-Technikum. MINT – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Das Programm ermöglicht das praktische Erleben von MINT durch eine Kombination aus Schnupperstudium und Unternehmenspraktika.

Interessierte Unternehmen aller Größen und Branchen können am Hessen-Technikum teilnehmen. Sie sollten Hochschulabsolventinnen aus einem oder mehreren der sogenannten MINT-Bereiche beschäftigen und den Teilnehmerinnen des Hessen-Technikums ("Technikantinnen") einen Praktikumsplatz in einem dieser MINT-Bereiche anbieten.

Weitere Informationen zum Technikum in Hessen

Niedersachsen-Technikum

Zielgruppe: Schulabsolventinnen mit (Fach-)Abitur
Dauer: 6 Monate

Das Niedersachsen-Technikum vermittelt Schulabsolventinnen mit (Fach-)Abitur Einblicke in naturwissenschaftlich-technische Berufe und Studiengänge. Die Kombination von Betriebspraktikum und Schnupperstudium vermittelt Theorie und Praxis gleichermaßen. In Gesprächen mit Studentinnen und Ingenieurinnen oder Naturwissenschaftlerinnen erhalten die jungen Frauen Gelegenheit, sich ein Bild von den Studien- und Berufsanforderungen zu machen.

Rund 90 Prozent aller Teilnehmerinnen entscheiden sich im Anschluss für eine Ausbildung oder ein Studium im MINT-Bereich. Dieser Erfolg hat dazu beigetragen, dass in anderen Ländern ähnliche Initiativen gestartet wurden.

Weitere Informationen zum Technikum in Niedersachsen

Was verdient die Frau?

Zielgruppe: junge Frauen
Dauer: 2014 bis 2018

„Auf eigenen Beinen stehen!“ – das ist gerade jungen Frauen im Arbeits- und Privatleben wichtig. Doch viele Frauen werden ihre wirtschaftliche Abhängigkeit und deren Folgen erst im Nachhinein klar. Das DGB-Projekt (in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)) will das ändern und rückt Einkommen, Berufseinstieg, Familie und Karriere von Frauen in den Fokus – denn gleiches Geld für gleiche Arbeit und wirtschaftliche Unabhängigkeit müssen selbstverständlich sein, Frauen haben das verdient.

Weitere Informationen zum Projekt „Was verdient die Frau?“