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MINT-Berufe: Workshops mit Rollenvorbildern können Geschlechterstereotype abbauen

Bildbeschreibung
© DIW Berlin
Hrsg. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e. V. (DIW Berlin)
Autor/in Drescher, Katharina; Häckl, Simone; Schmieder, Julia
Schlagwort Studie
Erscheinungs­jahr 2020

Die Studie des Deutschen Initituts für Wirtschaftsforschung e. V. zeigt: Geschlechterstereotype Vorstellungen sind eine mögliche Erklärung für die nach wie vor sehr unterschiedlichen Berufswünsche von Jungen und Mädchen. Dabei spielt auch das Elternhaus ein Rolle. Doch bereits ein halbtägiger Workshop zur Berufsorientierung mit Rollenvorbildern kann stereotype Denkweisen in Bezug auf Technik redzuieren – sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen.

Frauen sind in sogenannten MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) nach wie vor unterrepräsentiert. Dieser Bericht zeigt anhand einer Befragung von Schülerinnen und Schülern an Wiener Schulen unter anderem, dass die Berufswünsche, Interessen und selbsteingeschätzten Fähigkeiten im MINT-Bereich von Mädchen mit geschlechterstereotypen Vorstellungen zusammenhängen. In diesem Zusammenhang spielen auch die Eltern eine entscheidende Rolle. Bereits ein halbtägiger Berufsorientierungsworkshop, in dem den Schülerinnen und Schülern Rollenvorbilder präsentiert werden, kann geschlechterstereotype Denkweisen in Bezug auf Technik verändern, wie die Ergebnisse einer Analyse zeigen. Schon solche kurzen und kostengünstigen Interventionen können demnach ein effektiver Ansatz sein, um mehr Mädchen für MINT zu begeistern.

 

 

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