X

Sie verwenden einen veralteten Browser, mit dem nicht alle Inhalte von BIBB.de korrekt wiedergegeben werden können. Um unsere Seiten in Aussehen und Funktion in vollem Umfang nutzen können, empfehlen wir Ihnen, einen neueren Browser zu installieren.

„Unser Ziel ist dort zu fördern, wo die individuellen Stärken liegen“

Logo der Kopernikus-Schule Berlin

Die Kopernikus-Schule in Berlin-Steglitz legt im Unterricht, aber auch darüber hinaus, viel Wert auf „klischeefreie“ Themen und Beispiele. Christin Richter, Fachleitung Wirtschaft-Arbeit-Technik erläutert im Interview die Aktivitäten der Schule.

Frau Richter, könnten Sie die Kopernikus Oberschule kurz vorstellen?

Die Kopernikus-Oberschule befindet sich in Berlin Steglitz. Fast 100 Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen, sozialpädagogische Mitarbeiter*innen und Verwaltungsmittarbeiter*innen kümmern sich um die Ausbildung von fast 1000 Schüler*innen bis zum Abitur.

Unsere Stärken liegen besonders in der Berufs-und Studienorientierung sowie dem sozialen Lernen. Dies wurde uns unter anderem bereits durch das Siegel für exzellente Berufliche Orientierung mehrfach bescheinigt und auch das Engagement im Bereich „soziales Lernen“ wurde mit verschiedenen Auszeichnungen gewürdigt. Die Coronakrise hat unsere Stärken nur noch mehr gefordert und gefördert, sodass wir auch im Digitalen Lernen große Fortschritte verzeichnen können. Gemeinsam das Beste aus uns herauszuholen liegt uns am Herzen.

Was hat Sie motiviert, der Initiative Klischeefrei beizutreten?

Berufliche Orientierung und auch das Leben an einer Schule verändert sich stets. Jede/n auf unserem gemeinsamen Weg mitzunehmen und dort zu fördern, wo die individuellen Stärken liegen, ist unser Ziel. Die Initiative Klischeefrei trifft exakt unsere Zielsetzung.

Auf welche Weise setzen Sie sich für eine geschlechtersensible Berufs- und Studienorientierung ein?

Angefangen im Unterricht – speziell im Fach Wirtschaft-Arbeit-Technik, dessen Inhalte insbesondere die Zukunft unserer Schüler*innen anspricht, legen wir Wert auf „klischeefreie“ Themen und Beispiele.

So wird in der 7. Klasse die Haushaltsführung durch alle Formen von Familie beleuchtet, im 8. Jahrgang unter anderem der Gender-Pay-Gap-Day in den Vordergrund gerückt, die 9. Klasse bietet im Rahmen des Betriebspraktikums Raum für Reflexionen über Strukturen und Beziehungen in Unternehmen und im Jahrgang 10 wird es Zeit sich selbst zu hinterfragen – „Limitiere ich mich durch berufliche Vorurteile selbst?“, „Sollte ich vielleicht doch ganz andere berufliche Wege wagen?“.

Ferner legen wir in der persönlichen Berufsberatung viel Wert auf klischeefreien Umgang. Jede/r wird individuell beraten und dies auch aus unterschiedlichen Perspektiven – männlich, weiblich, divers, Sekundarschule, Oberstufe, Jugendberufsagentur usw.

Auch im allgemeinem Schulleben liegt uns die Diversität unserer Schülerschaft am Herzen. Drei speziell geschulte Kolleg*innen haben immer ein offenes Ohr für Schüler*innen, die Fragen zur (eigenen) sexuellen Orientierung oder Identität haben. Ein tolerantes, angenehmes und vorurteilfreies Miteinander wird an der Kopernikus-Oberschule gelebt und wird durch die Initiative Klischeefrei noch unterstützt und in den täglichen Fokus gerückt.