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BDA, DIHK und ZDH treten Initiative Klischeefrei bei

Logos BDA, DIHK und ZDH
© BDA, DIHK, ZDH

Mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat die Initiative seit heute drei neue Partnerinnen und Partner.

„Wir freuen uns außerordentlich über den Beitritt dieser drei starken Wirtschaftsverbände. Mit ihnen gemeinsam wird es uns gelingen, bundesweit und mit breiter Wirkung, das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer geschlechtersensiblen Gestaltung innerbetrieblicher Ausbildungs- und Karrierewege zu schärfen - zum Vorteil aller Beteiligten“, so Miguel Diaz, der Projektleiter der Fachstelle Klischeefrei.

Als neue Partnerinnen und Partner der Initiative Klischeefrei setzen sich die Verbände zukünftig für eine vorurteilsfreie Berufswahl ein.

Für die Verbände berichten Alexander Gunkel, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BDA, Achim Dercks, stellvertretender DIHK-Hauptgeschäftsführer sowie ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke über ihre Beweggründe der Initiative Klischeefrei beizutreten:

„Wir wollen, dass junge Menschen das gesamte Berufsspektrum in den Blick nehmen und sich nicht davon leiten lassen, was vermeintliche Frauen- oder Männerberufe sind. Das Aufbrechen geschlechtsspezifischen Berufswahlverhaltens kann auch dazu beitragen, dem Fachkräftemängel entgegenzuwirken, zum Beispiel, wenn sich mehr Frauen für Berufe in den Bereichen IT, Mathematik, Naturwissenschaften oder Technik interessieren, und Männer keine Scheu haben, einen Beruf in den Bereichen Pflege und Erziehung zu ergreifen“, sagt Alexander Gunkel, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.
Die BDA begrüßt ausdrücklich, dass sich die Initiative Klischeefrei auf die Fahnen geschrieben hat, auch über Karrierechancen und Verdienste sowie die Zukunftsfähigkeit von Berufen zu informieren. „Viele junge Frauen entscheiden sich nach wie vor für Ausbildungsberufe und Studiengänge, die nur begrenzte Verdienstchancen bieten. Wir wollen das ändern und damit auch dazu beitragen, dass die noch bestehenden Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern geringer werden“, so Gunkel weiter.

„Zu oft folgen Jugendliche auch heute noch Geschlechterklischees und schränken damit ihre Berufswahl ein,“ begründet Achim Dercks, stellvertretender DIHK-Hauptgeschäftsführer, den Beitritt zur Initiative Klischeefrei. Es gelte daher, realistische Berufsbilder zu vermitteln z.B. durch Praktika - unabhängig vom Geschlecht. „Es ist ein Anliegen der Industrie- und Handelskammern, eine Berufswahl frei von Rollenbildern zu ermöglichen und Mädchen und Jungen gleichermaßen dabei zu unterstützen, ihre Talente und Potenziale zu entfalten, um einen Beruf zu finden, der zu ihren individuellen Stärken und Interessen passt. Nur so gelingt ein erfolgreicher Übergang in eine betriebliche Ausbildung und den Arbeitsmarkt und nur so können wir die von der Wirtschaft dringend benötigten Fachkräfte gewinnen und halten“, so Dercks.

„Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sind immer noch geschlechterspezifisch aufgeteilt. Das ist leider so, gerade auch im Handwerk. Da gibt es nichts zu beschönigen. Viele Berufe sind männerdominiert, vor allem im Bereich Bau und Ausbau. Einige wenige Berufe wie etwa Friseur sind dagegen überwiegend in weiblicher Hand,“ sagt ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke. „Allerdings registrieren wir auch erfreuliche Verschiebungen, sind junge Frauen in einigen vermeintlichen Männerberufen im Kommen – etwa in den Gesundheitshandwerken oder in den Lebensmittelhandwerken. Auch in technischen Berufen stellen unsere Betriebe fest, dass junge Frauen ein Gewinn sind. Deshalb ist die Initiative Klischeefrei richtig und wir sind gerne dabei. Die Handwerksorganisation engagiert sich mit verschiedenen Initiativen, verstärkt Mädchen und junge Frauen für die gewerblich-technischen wie auch die vielen sehr kreativen Berufe im Handwerk zu begeistern. Dabei kann das Handwerk mit interessanten Karrierewegen und einer guten Vereinbarkeit von Familie und Beruf punkten.“

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung des BDA, DIHK und ZDH