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„Der schönste Lohn ist es, ehemalige Teilnehmerinnen als Studentinnen wiederzutreffen!“

Erfolgreiche Berufsorientierung: Von der Maßnahme zum MINT-Studium

Gruppenfoto des Teams des Projekt "Frauen gestalten die Informationsgesellschaft"
Das fgi-Team mit Projektleiterin Franziska Pestel (Mitte).© Universität Paderborn | fgi

An der Uni Paderborn will das Projekt „Frauen gestalten die Informationsgesellschaft“ Schülerinnen für MINT begeistern. Projektleiterin Franziska Pestel stellt das Projekt und seine Ziele im Interview vor.

Frau Pestel, bitte stellen Sie sich und Ihr Projekt bitte kurz vor.

Das Projekt "Frauen gestalten die Informationsgesellschaft" (kurz: fgi) wurde 1999 an der Universität Paderborn gegründet. Ziel ist es, die strukturellen Muster der geschlechtstypischen Studien- und Berufswahl aufzubrechen und speziell Schülerinnen für MINT, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, zu begeistern. Im Projekt werden verschiedene Angebote zur Erweiterung des Berufswahlspektrums von Mädchen konzipiert, organisiert und durchgeführt. Schülerinnen der Mittel- und Oberstufe nutzen beispielsweise die Frühlings- und Herbst-Uni oder unser Schülerinnen-MINT Mentoring Programm "look upb", um ihre Fähigkeiten auszuprobieren, weiter zu entwickeln und eine interessensorientierte Studien- und Berufswahl zu treffen. Die Schülerinnen lernen technische und naturwissenschaftliche Berufsfelder kennen, in denen Frauen bisher seltener vertreten sind. Damit leistet das Projekt einen Beitrag, um dem Fachkräftemangel im MINT-Bereich entgegenzuwirken.

Was hat Sie motiviert, sich bei der Initiative Klischeefrei zu engagieren?

Ich denke das Thema ist so komplex und vielseitig, da müssen möglichst viele Akteur*innen an einem gemeinsamen Strang ziehen. Klischeefrei bietet die perfekte Plattform für diese Vernetzung.

Auf welche Weise setzen Sie sich für eine geschlechtersensible Berufs- und Studienorientierung ein?

Wir bieten Berufs- und Studienorientierungsmaßnahmen für Schülerinnen im MINT-Bereich an. Gendersensibilität gehört dabei zum höchsten Gütekriterium. Wir wollen den Schülerinnen zeigen: nicht euer Geschlecht, sondern eure persönlichen Interessen und ihre Fähigkeiten sind entscheidend für die Studien- und Berufswahl.

Welche Erfolge haben Sie bisher mit Ihrer Arbeit erreicht?

Jährlich besuchen rund 180 Schülerinnen unsere Schnupperstudium-Angebote (Frühlings- und Herbst-Uni), viele kommen mehrere Jahre zu uns oder entscheiden sich für ein Praktikum im MINT-Bereich. Der schönste Lohn ist es, ehemalige Teilnehmerinnen als Studentinnen wiederzutreffen. Zusätzlich führt das Projekt dazu, dass die Institution und ihre Angehörigen auf das Thema aufmerksam werden und z.B. eine gendersensible Sprache auf ihrer Homepage oder in ihrer Vorlesung benutzen.