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„Netzwerke sind wertvoll, wenn es um das Entstauben von festgefahrenen Rollenbildern geht“

Gizem Weber, Deutsch-Türkisches Institut für Arbeit und Bildung e.V.
© Gizem Weber

Junge Menschen motivieren, sich jenseits alter Rollenbilder mit ihren Potenzialen auseinanderzusetzen und das Thema Diversität in KMU bringen: Gizem Weber stellt die Handlungsfelder des Deutsch-Türkischen Instituts für Arbeit und Bildung (DTI) vor, seit kurzem Partner der Initiative Klischeefrei.

Frau Weber, stellen Sie das Deutsch-Türkische Institut für Arbeit und Bildung (DTI) bitte kurz vor.

Das Deutsch-Türkische Institut für Arbeit und Bildung (DTI) ist ein gemeinnütziger und neutraler Verein, ohne politische Ausrichtung oder religiöse Zugehörigkeit. Wir sind gleichzeitig ein selbstständiges „AN-Institut“ der Hochschule der Wirtschaft für Management in Mannheim.

Das DTI fördert kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Begegnungen und trägt dadurch aktiv zur Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Deutschen und in Deutschland lebenden Türken bei. Wir sind Unterzeichner der Mannheimer Erklärung für ein Zusammenleben in Vielfalt.

Das DTI-Team setzt sich zusammen aus dem Vorstand, dem Kuratorium, der Projektkoordination und allen aktiven Mitgliedern. Das DTI konzentriert sich auf die Themen Arbeit und Bildung in folgenden vier Aktivitätsfeldern: Networking, Bildung, Regionalforschung, Migrations- und Integrationsberatung.

Zusätzlich betreiben wir das Koordinationsbüro der landesweiten Bildungsaktion „Mitmachen Ehrensache“ für Mannheim. Die Aktion, bei der landesweit tausende Schüler*innen einen Tag lang für einen guten Zweck arbeiten, gibt es bereits seit 18 Jahren.

Was hat Sie motiviert, sich in der Initiative Klischeefrei zu engagieren?

Netzwerke sind wertvoll, vor allem wenn es um das Entstauben von festgefahrenen Rollenbildern geht. Mit vereinten Kräften und dem vielfältigen Know-how der Netzwerkmitglieder erreicht man mehr als allein. Gemeinsam kommt man auf kreative Ideen und kann sie in größeren Projekte umsetzen. Aus diesem Grund möchten wir uns an der Initiative Klischeefrei beteiligen.

Auf welche Weise setzen Sie sich für eine geschlechtersensible Berufs- und Studienorientierung ein?

Die klischeehaften Rollenbilder, die eine freie Persönlichkeitsentwicklung einschränken, verfestigen sich im Laufe der Bildungskarriere. Klischees darüber, was Frauen und Männer gut können, wofür sie geeignet oder auch nicht geeignet sind, werden verinnerlicht und zeigen spätestens bei der Berufswahl ihre Auswirkungen.

Wir engagieren uns in zwei Bereichen dafür, diese Klischees aufzubrechen. Zum einen motivieren wir junge Menschen, sich mit ihren Potenzialen und ihrem Recht auf Bildung jenseits der Beschränkungen durch Geschlechterrollen auseinandersetzen. Zum anderen unterstützen wir kleine und mittelständische Unternehmen dabei, sich über Diversität in Arbeit und beruflicher Ausbildung auszutauschen.

Welche Erfolge haben Sie bisher mit Ihrer Arbeit erreicht?

Seit mehreren Jahren organisiert das DTI zum Tag des Grundgesetzes Veranstaltungen und Workshops, die vor allem das Recht auf Bildung zum Gegenstand haben. Hier erreichen wir regelmäßig eine große Zahl junger Menschen und viele Unternehmen in der Metropolregion Rhein-Neckar.

Auch die Aktion „Mitmachen Ehrensache“ ermöglicht es Jugendlichen, ohne große Hürden Einblicke in Berufsbilder zu erhalten, mit denen sie zuvor keinen Kontakt hatten.