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„Es ist ein Anliegen der IHKs, eine Berufswahl frei von Rollenbildern zu ermöglichen“

Christina Mersch, Leiterin Bereich Ausbildung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK)
© Paul Aidan Perry

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ist die Interessenvertretung der gewerblichen deutschen Wirtschaft. Fachkräftegewinnung und -sicherung steht dabei ganz oben auf der Liste, wie Christina Mersch, Leiterin des Bereichs Ausbildung, im Interview erklärt.

Frau Mersch, könnten Sie sich und den DIHK kurz vorstellen?

Mein Name ist Christina Mersch und ich leite den Bereich Ausbildung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Als Dachorganisation übernehmen wir im Auftrag und in Abstimmung mit den 79 Industrie und Handelskammern in ganz Deutschland die Interessenvertretung der gewerblichen deutschen Wirtschaft gegenüber den Entscheidern der Bundespolitik und den europäischen Institutionen und setzten uns für die besten Bedingungen für ein erfolgreiches Wirtschaften ein.

Mit Blick auf den Bereich bedeutet das vor allem gute Rahmenbedingen für die betriebliche Ausbildung zu schaffen, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Der DIHK unterstützt hierzu bereits frühzeitig Kooperationen zwischen Unternehmen und Schulen, um Schulabgänger bestmöglich auf eine Berufsausbildung vorzubereiten und positioniert sich mit Vorschlägen für eine bessere Schulbildung und Berufsorientierung.

Was hat Sie motiviert, sich in der Initiative Klischeefrei zu engagieren?

Für einen erfolgreichen Berufseinstieg spielt die berufliche Orientierung eine zentrale Rolle. Zu oft folgen Jugendliche auch heute noch Geschlechterklischees und schränken damit ihre Berufswahl ein. Es gilt daher, realistische Berufsbilder zu vermitteln, zum Beispiel durch Praktika – unabhängig vom Geschlecht.

Es ist ein Anliegen der Industrie- und Handelskammern, eine Berufswahl frei von Rollenbildern zu ermöglichen und Mädchen und Jungen gleichermaßen dabei zu unterstützen, ihre Talente und Potenziale zu entfalten, um einen Beruf zu finden, der zu ihren individuellen Stärken und Interessen passt. Nur so gelingt ein erfolgreicher Übergang in eine betriebliche Ausbildung und den Arbeitsmarkt und nur so können wir die von der Wirtschaft dringend benötigten Fachkräfte gewinnen und halten.

Auf welche Weise setzen sich der DIHK für eine geschlechtersensible Berufs- und Studienorientierung ein?

Die IHKs fördern vielfältige Projekte zur geschlechtersensiblen Berufs- und Studienorientierung, wie den Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag und Boys'Day – Jungen-Zukunftstag, in dessen Lenkungskreis wir uns auch mit dem DIHK engagieren.

Auch im Nationalen MINT-Forum, einem Zusammenschluss von Verbänden, Hochschulen, Stiftungen und Wissenschaftsorganisationen zur MINT-Bildung entlang der gesamten Bildungskette, bringen wir uns in der Arbeitsgruppe Frauen in MINT 4.0 – gewinnen und halten zur Förderung von Mädchen und Frauen im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ein.

Zudem sind wir Partner des Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen – Komm mach MINT des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und bieten gemeinsam mit IHKs und Betrieben Fortbildungen für Frauen in MINT.