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„Ich finde es blöd, dass Jungen häufig nur mit Autos und Mädchen oft nur mit Puppen spielen dürfen!“

Logo der Kindertagesstätte „Biene Maja“ Stralsund

Die Kindertagesstätte „Biene Maja“ aus Stralsund ist neue Partnerin der Initiative Klischeefrei. Inhaberin Silke Herrmann stellt die KiTa im Interview vor.

Frau Herrmann, könnten Sie sich und die KiTa „Biene Maja“ kurz vorstellen?

Ich habe im Juli 1998 die erste private Kindertagesstätte in Deutschland eröffnet. Mit der KiTa, die Platz für 71 Kinder im Alter von 0 bis 7 Jahren bietet, habe ich 12 Arbeitsplätze geschaffen, außerdem auch Praktikumsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler, die überlegen, einmal den Beruf einer pädagogischen Fachkraft auszuüben.

Was hat Sie motiviert, sich in der Initiative Klischeefrei zu engagieren?

Ich habe mich bei der Initiative Klischeefrei beworben, weil ich es einfach blöd finde, dass Jungen häufig nur mit Autos und Mädchen oft nur mit Puppen spielen dürfen, Jungs nicht weinen dürfen, weil sie Männer sind und Mädchen bei laufenden Tränen auf den Schoss und in den Arm genommen und getröstet werden – als klassische Beispiele für die Trennung von Mädchen und Jungen.

Ich musste mich vor mehr als 20 Jahren in einer rauen Welt behaupten, als es hieß, ich möchte mich selbständig machen und ja, auch ich habe zwei Ellbogen, und das als Frau und ja, ich habe Nerven wie Drahtseile, und das als Frau. Ich hasse Vorurteile und Ungerechtigkeit und kämpfe täglich dagegen!

Auf welche Weise setzen Sie sich für eine geschlechtersensible Berufs- und Studienorientierung ein?

Mädchen und Jungen können ihre Berufsorientierung in unserer Einrichtung absolvieren. Männern als auch Frauen, die mal in einer KiTa oder anderen Kindereinrichtung arbeiten wollen haben die Möglichkeit, bei uns ein Praktikum zu machen.

Welche Erfolge haben Sie bisher mit Ihrer Arbeit erreicht?

Ich habe Mädchen und Jungen, aber auch Männer und Frauen, während ihrer Berufsorientierung bzw. während ihrer Ausbildung zur pädagogischen Fachkraft erfolgreich begleitet. In unserer Kindertagesstätte habe ich erreicht, dass Flüchtlingskinder erfolgreich integriert werden und dass beispielweise Jungen auch mit Puppen spielen und Mädchen Garagen für Autos bauen können.