X

Sie verwenden einen veralteten Browser, mit dem nicht alle Inhalte von BIBB.de korrekt wiedergegeben werden können. Um unsere Seiten in Aussehen und Funktion in vollem Umfang nutzen können, empfehlen wir Ihnen, einen neueren Browser zu installieren.

„Wir leben geschlechtersensible Berufs- und Studienorientierung vor!“

Katarzyna Müller, Projektmanagerin Weiterbildungsbereich Ausbildungsverbund Teltow e.V. (AVT)
© Katarzyna Müller

Der Ausbildungsverbund Teltow, schildert Katarzyna Müller, war sofort ein großer Fan der Initiative Klischeefrei. Da verwundert es nicht, dass die Projektmanagerin gleich eine ganze Reihe an Maßnahmen und Projekten aufzählt, die das Bildungszentrum dahingehend durchführt.

Frau Müller, könnten Sie den Ausbildungsverbund Teltow bitte kurz vorstellen?

Mein Name ist Katarzyna Müller und ich arbeite im Weiterbildungsbereich des Ausbildungsverbunds Teltow e.V. (AVT) als Projektmanagerin. Als Verantwortliche unter anderem für ESF-Projekte in Brandenburg bin ich ein Teil eines traditionstreuen und zugleich offenen und modernen gemeinnützigen Betriebs, der sich zum Ziel gesetzt hat, durch komplexe Netzwerkarbeit mit regionalen und überregionalen Akteuren, Chancen für Bildungsbenachteilige zu schaffen, auszugleichen und somit die Barrieren mithilfe von entsprechenden Bildungsformaten und an die Zielgruppe angepassten Beratungsleistungen und entsprechenden didaktisch-methodischen Leistungen zu beseitigen.

Auch als Projektpartner/Ansprechpartner im Rahmen von nationalen oder internationalen Bildungsprojekten stehen wir als Bildungszentrum Unternehmen und Institutionen zur Verfügung. Der Ausbildungsverbund Teltow e.V. bringt ebenso durch die jahrelange Zusammenarbeit mit der IHK Potsdam eine allgemein bekannte Qualitätsbasis hinsichtlich der Bildungs- und Beratungsangebote mit.

Was hat Sie motiviert, sich in der Initiative Klischeefrei zu engagieren?

Von der Initiative Klischeefrei haben wir über IHK-Stiftung erfahren. Unser Geschäftsführer, Benjamin Prögel, war sofort ein großer Fan dieser Initiative.

Wir sind bereits seit 30 Jahren in der Bildung tätig und haben eine entsprechende Übersicht, wie Geschichte und diverse politische Handlungen in der Betrachtung der gesellschaftlichen Rollenbilder, Klischees und Integrations- und Inklusionsbegriffe ihre Spuren hinterlassen haben. Dieser Erfahrungsschatz macht aus uns einen starken Partner unter anderem der Benachteiligten, Diskriminierten sowie Ungleichbehandelten. In der Initiative Klischeefrei erkennen wir uns mit unseren Grundsätzen und Prinzipien wieder.

Auf welche Weise setzen Sie sich für eine geschlechtersensible Berufs- und Studienorientierung ein?

Wir leben es vor! Unsere Geschäftsführung legt sehr viel Wert auf Gleichbehandlung der Mitarbeiter/-innen und Lehrgangsteilnehmer/-innen unabhängig vom Geschlecht (aber auch von ethnischer Herkunft, Behinderung und Religion).

Unsere Öffentlichkeitsarbeit gestalten wir im Sinne der gendergerechten Sprache und auch gendergerechten Ansprache. Im Rahmen der Durchführung der Lehrgänge und der Beratungen wird auf die Entwicklung der Kompetenz unabhängig vom Geschlecht Wert gelegt. Ziel ist es, die Teilnehmenden erfolgreich zu qualifizieren und so optimal in das Berufsleben zu integrieren. Weibliche und männliche Teilnehmende werden gleichermaßen ermutigt und motiviert, sich auf den Veränderungsprozess einzulassen und (für sie) neue Verhaltensweisen zu erproben. Die eingesetzten Methoden und Inhalte werden kritisch daraufhin überprüft, ob sie männliche und weibliche Teilnehmende gleichermaßen ansprechen und in ihrem Veränderungsprozess unterstützen.

Welche Erfolge haben Sie bisher mit Ihrer Arbeit erreicht?

Ein gutes Erfolgsbeispiel dafür ist unsere im Jahr 2015 gegründete Integrationskursstätte, wo unsere Kolleginnen und Kollegen, die über fundierte interkulturelle Kompetenzen verfügen, erfolgreich bildungsbenachteiligte Menschen entweder in die Ausbildung überführen oder bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt in enger Kooperation mit BAMF, Jobcenter und lokalen Akteuren begleiten.

Unser Sitz in Teltow ist ganzheitlich barrierefrei gestaltet, jeder – ob Mitarbeiter/-in, Dozent/-in oder Teilnehmer/-in – hat einen bequemen Zugang zu jeder Räumlichkeit im Hause. Auch verschiedene Religionen finden bei uns ihren Platz. Für praktizierende Beteiligte stellen wir stets ruhige Räumlichkeiten zur Verfügung. Dadurch erzielen wir eine hohe Motivation zum Lernen, zur Integration und zur Teilhabe an der Gesellschaft.

Auch im Rahmen von entwicklungspolitischen Projekten, wie unserer Bildungspartnerschaft in Sansibar, leisten wir sehr wichtige, erfolgreiche Arbeit hinsichtlich der Gleichstellung von Mann und Frau in der Ausbildung und Beruf.