26.03.2026
Deutsch-Französischer Tag im Bundesbildungsministerium – Klischeefrei international
Am 24. Märt 2026 präsentierten Arzu Şahin und Miguel Diaz die Initiative Klischeefrei beim Deutsch-Französischen Tag im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).
Beim Austausch zwischen Bundesministerin Karin Prien und ihrer französischen Amtskollegin Aurore Bergé sowie der polnischen Gleichstellungsstaatssekretärin Katarzyna Kotula machte Miguel Diaz deutlich: „Klischeefreie Berufsorientierung in MINT ist wichtig, damit insbesondere junge Frauen ihr Potenzial entfalten können, Fachkräfte gewonnen werden und bessere, gerechtere Innovationen entstehen! Ebenso wichtig ist es, mehr Jungen und Männer für den sozial-pflegerischen Bereich zu gewinnen. Daher unterstützt die Initiative Klischeefrei auch die bundesweiten Aktionstage Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag und Boys'Day - Jungen-Zukunftstag.“
Thematischer Schwerpunkt des Tages war die Mädchen-/Frauen-Förderung im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.) inklusive geschlechtersensibler Berufsorientierung. Die PISA-Tests (Programme for International Student Assessment) beweisen auch in Frankreich die anhaltende Verbreitung des Stereotyps, dass Jungen in Mathematik besser abschneiden als Mädchen.
Klischeefreie Berufsorientierung ist besonders in MINT-Berufen wichtig, weil diese Bereiche stark von gesellschaftlichen Vorstellungen geprägt sind.
- Viele Talente gehen verloren, typische Klischees schrecken viele Mädchen und Frauen ab, obwohl sie eigentlich Interesse oder Talent hätten. Dadurch entscheiden sich viele gar nicht erst für MINT.
- Der Fachkräftemangel wird verstärkt, in vielen MINT-Berufen fehlen schon heute Fachkräfte.
- Einseitige Perspektiven führen zu schlechteren Lösungen. Unterschiedliche Perspektiven helfen, Probleme besser zu verstehen und kreativere, alltagstauglichere Lösungen zu entwickeln.
- Innovation braucht Vielfalt, neue Ideen entstehen häufig dort, wo verschiedene Denkweisen zusammentreffen. Klischeefreie Berufsorientierung sorgt dafür, dass mehr Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen in MINT einsteigen.
- Rollenbilder beeinflussen schon früh, viele Kinder entwickeln schon in der Schule ein Bild davon, „was zu ihnen passt“. Eine klischeefreie Orientierung öffnet Möglichkeiten und stärkt Selbstvertrauen.
- Mehr Chancengerechtigkeit! Berufswahl sollte von Interessen und Fähigkeiten abhängen, nicht von Geschlecht, Herkunft oder sozialen Erwartungen.
Das Treffen im BMBFSFJ verdeutlichte, wie wichtig der internationale Austausch für eine moderne, klischeefreie und zukunftsorientierte Berufsorientierung ist.