21.05.2026
„Wir möchten Menschen für unsere Studiengänge unabhängig von ihrem Geschlecht begeistern“
Die Hochschule Fresenius ermutigt Studieninteressierte, ihren eigenen Interessen und individuellen Zielen zu folgen. Wie die Hochschule das konkret umsetzt, erläutert Anja Wilson, Coordinator for Educational Partnerships, im Kurzinterview.
Was hat Sie motiviert, der Initiative Klischeefrei beizutreten?
Bildungsgerechtigkeit ist uns ein zentrales Anliegen. Unser Studienangebot ist ebenso vielfältig wie unsere Bewerber:innen. Diese Vielfalt sehen wir als große Stärke. Umso wichtiger ist es uns, ein sichtbares Zeichen zu setzen und einen wertschätzenden, vorurteilsbewussten Umgang mit allen Studieninteressierten zu fördern.
Wir ermutigen Interessent:innen, ihren eigenen Interessen, ihrer Motivation und ihren individuellen Zielen zu folgen, unabhängig von Geschlechterstereotypen. Gleichzeitig wissen wir, dass niemand frei von Vorurteilen ist. Deshalb möchten wir uns kontinuierlich weiterentwickeln und dazulernen. Die Initiative Klischeefrei ist für uns dabei ein wichtiger Partner und Impulsgeber.
Besonders als Hochschule mit Fachbereichen, die häufig noch stark geschlechtlich konnotiert sind, etwa Management & Technologie auf der einen und Gesundheit & Soziales auf der anderen Seite, ist es uns eine Herzensangelegenheit, alle Menschen für unsere Studiengänge zu begeistern, unabhängig von ihrem Geschlecht.
Auf welche Weise setzen Sie sich für eine geschlechtersensible Berufs- und Studienorientierung ein?
In unserer persönlichen Studienberatung wie auch in unseren Workshop-Programmen für Schüler:innen legen wir großen Wert darauf, die individuellen Potenziale in den Mittelpunkt zu stellen. Wir bestärken Interessent:innen darin, ihre Stärken zu erkennen, auszubauen und sich nicht von Geschlechterklischees einschränken zu lassen.
Die Initiative Klischeefrei ergänzt unsere bestehenden Konzepte ideal, etwa zu Themen wie „Unbewusste Vorurteile“ oder in unseren interkulturellen Trainings. So schaffen wir Räume, in denen junge Menschen ihre Studien- und Berufswahl reflektiert, klischeefrei und selbstbestimmt treffen können.
Welche Erfolge haben Sie bisher mit Ihrer Arbeit erreicht?
Als Hochschule entwickeln wir unsere Diversity-Strategie immer weiter. Sie enthält neben weiteren Diversitätsdimensionen auch Geschlechtergerechtigkeit als zentrales Themenfeld. Davon profitieren unsere Studierenden und Studieninteressierten, etwa durch gezielte Formate an Aktionstagen wie dem Diversity Day.
Jährlich erreichen wir bis zu 1.000 Schüler:innen durch Workshops, Messen und individuelle Beratung. Mit der Unterstützung der Initiative Klischeefrei möchten wir diese Angebote weiter schärfen und noch mehr junge Menschen dabei unterstützen, einen Studienweg zu wählen, der wirklich zu ihnen passt, frei von Klischees und Rollenerwartungen.