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„Wir möchten jungen Menschen Mut machen, ihre Zukunft selbstbestimmt zu gestalten“

Dass die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) bei der Initiative Klischeefrei mitmacht, liegt auf der Hand. Beide setzen sich für dasselbe ein: Jungen Menschen Berufswege unabhängig von Klischees aufzuzeigen. Ana Maria-Stuth, Abteilungsleiterin Programme, erzählt, was die DKJS konkret macht.

„Wir möchten jungen Menschen Mut machen, ihre Zukunft selbstbestimmt zu gestalten“

Frau Stuth, könnten Sie die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung bitte kurz vorstellen?

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) setzt sich dafür ein, dass junge Menschen in unserem Land gute Chancen zum Aufwachsen und Lernen erhalten und nicht über ihre Defizite, sondern mit ihren Stärken wahrgenommen werden. In unseren Programmen und Projekten machen wir Kindern und Jugendlichen Mut, ihr Leben couragiert in eigene Hände zu nehmen und stoßen Veränderungsprozesse an: in Kindergärten und Schulen, beim Übergang in den Beruf, in der Familien- oder Jugendpolitik.

Was hat Sie motiviert, der Initiative Klischeefrei beizutreten?

Wir setzen uns für dieselbe Sache ein: Wir möchten jungen Menschen Berufs- und Karrierewege unabhängig von Klischees und Stereotypen aufzeigen und ihnen Mut machen, ihre Zukunft selbstbestimmt zu gestalten. Vor allem Mädchen sind in MINT-Branchen, unabhängig davon, ob in Ausbildungs- oder Studienberufen, unterrepräsentiert. Um eine chancengerechte Bildung für Mädchen und junge Frauen noch stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, ist eine Vernetzung in diesem Bereich wichtig. Daher wollen wir gemeinsame Sache machen.

Auf welche Weise setzen Sie sich für eine geschlechtersensible Berufs- und Studienorientierung ein?

Damit sich junge Frauen selbstbestimmt und unabhängig von Stereotypen für einen Berufsweg entscheiden können, haben wir gemeinsam mit der Stiftung „RTL – Wir helfen Kindern“ das Programm Wir stärken Mädchen gestartet. Es fördert die Auseinandersetzung mit geschlechteruntypischen Berufsbildern und Kompetenzen für eine chancengerechte und selbstbestimmte Zukunft. Ziel ist es, Mädchen Mut zu machen und Selbstvertrauen zu geben, ihren eigenen Weg jenseits von Klischees zu gehen. Wir unterstützen Mädchen dabei, sich zu vernetzen und sich mit ihren Zukunftsthemen zu beschäftigen. Zugleich setzen sich erwachsene Begleiter:innen der Projekte mit den Chancen gendersensibler Bildungsangebote auseinander, können ihr Wissen erweitern und praktische Umsetzungsmöglichkeiten kennenlernen. Wir vermitteln Mentorinnen, die die Mädchen während der Projektumsetzung begleiten und als Vorbilder Impulse geben können.

Welche Erfolge haben Sie bisher mit Ihrer Arbeit erreicht?

Im Programm Technovation Girls Germany beschäftigen sich Mädchen zwischen 10 und 18 Jahren seit 2018 mit der Entwicklung von Apps, mit denen sie soziale und ökologische Herausforderungen in ihrer Lebenswelt lösen wollen. Dabei erlangen sie digitale sowie unternehmerische Kompetenzen. Technovation Girls empowert Mädchen auf ihrem Weg in eine digitale Zukunft und sensibilisiert sie für eine gerechtere Welt. Diese Aktivitäten weiten wir nun mit Wir stärken Mädchen aus. Die ersten Projekte sind bereits und trotz der Corona bedingten Einschränkungen gestartet. Das zeigt einmal mehr wie wichtig es ist, jungen Menschen bei einer klischeefreien Berufsorientierung zu begleiten. Die Projekte stellen wir im Laufe der Zeit auf unserer Website wir-staerken-maedchen.de vor.

Über die DKJS

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) setzt sich dafür ein, dass junge Menschen in unserem Land gute Chancen zum Aufwachsen und Lernen erhalten und nicht über ihre Defizite, sondern mit ihren Stärken wahrgenommen werden.