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10.03.2022

Staatssekretärin Willamowius wirbt für mehr Frauen in Schulleitungs-Positionen und geschlechtergerechte Berufsorientierung

Die Staatssekretärin im Niedersächsischen Kultusministerium, Gaby Willamowius, warb anlässlich des Internationalen Weltfrauentags am 8. März 2022 für mehr Frauen in Schulleitungs-Positionen und geschlechtergerechte Berufsorientierung.

Staatssekretärin Willamowius wirbt für mehr Frauen in Schulleitungs-Positionen und geschlechtergerechte Berufsorientierung

„Nur wer umfassende Kenntnisse und eine gute Orientierung hat, kann für sich den richtigen Weg zu einer erfüllten beruflichen Zukunft gehen – unabhängig vom Geschlecht und von vermeintlichen Geschlechterrollen“, so die Staatssekretärin im Niedersächsischen Kultusministerium, Gaby Willamowius, anlässlich des Internationalen Weltfrauentags am 8. März 2022.

Unter anderem mit der Initiative Klischeefrei, mit gezielten Angeboten zur Berufsorientierung im Bereich der Dualen Ausbildung und mit dem Schulungs-Programm „Fünf“ für künftige Führungsaufgaben in Schule biete das Land gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern gezielte Ansätze für mehr Gleichstellung in allen Berufszweigen sowie für einen größeren Frauenanteil in Schulleitungen.

Seit 1911 wird am „Internationalen Tag der Frauen“ weltweit auf Frauenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam gemacht. Der Tag soll die bisherigen Errungenschaften der Frauenrechtsbewegung aufzeigen und gleichzeitig auf nach wie vor bestehende Diskriminierungen und Ungleichheiten hinweisen. Hierbei lohnt auch ein Blick auf den Kultusbereich.

Mit gut 72 Prozent im allgemein bildenden Bereich und ca. 52 Prozent in den berufsbildenden Schulen Niedersachsens ist der Frauenanteil zwar hoch, es besteht trotzdem Nachholbedarf in einigen Schulformen bei den Leitungsstellen. So beträgt der Frauenanteil bei den Schulleitungen im BBS-Bereich ca. 27 Prozent, an Gymnasien, Hauptschulen und Gesamtschulen unter 50 Prozent.

Um insgesamt Lehrkräfte für Schulleitungsaufgaben zu interessieren, hat das Land das Programm „Fünf“ aufgelegt. Frauen werden ebenso wie Männer in diesem Programm im Sinne einer Nachwuchsförderung für Führungsaufgaben geschult. Jährlich werden in den unterschiedlichen Regionalen Landesbehörden für Schule und Bildung Kurse angeboten, die aus drei Modulen bestehen. Modul 1: Orientierung – ist eine Leitungsfunktion etwas für mich? Module 2 und 3: Ablauf eines möglichen Bewerbungsfahrens.

Die Kurse haben zum Ziel, möglichen Interessierten einen Überblick zu verschaffen, aber auch die Hürde hin zu einer Bewerbung auf eine Leitungsposition zu verringern. Die Kurse werden sehr gut angenommen. „Ich hoffe, dass sich von diesem Angebot auch vermehrt Frauen angesprochen fühlen, damit ihr Anteil an den Schulleitungsstellen weiter gesteigert werden kann“, so Willamowius.

Auch bei der Berufswahl besteht weiterhin der Trend junger Menschen zu sogenannten „typischen“ Frauen- und Männerberufen. Um hier gegenzusteuern, ist das Kultusministerium Partner der Initiative „Klischeefrei“. Ihr Ziel ist es, die Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees bundesweit zu etablieren. Auf der Internetseite werden unter anderem junge Frauen in vermeintlichen Männerdomänen porträtiert. „Frauen (und Männer) können jeden Beruf ergreifen, der ihren Stärken und Interessen entspricht“, wirbt Willamowius für die Initiative.

Hier setzt auch das „Bündnis duale Ausbildung“ in Niedersachsen an. Ausgehend von der Frage „Was passt zu mir?“ wirbt das Bündnis offen und jenseits vom Blick auf Geschlechterunterschiede für duale Ausbildungsformate. Die Angebote der Bündnispartnerinnen und -partner zur beruflichen Orientierung und Beratung werden auf der gemeinsamen Landingpage buendnis-duale-berufsausbildung.de zusammengefasst. Regelmäßige Postings in den sozialen Medien sprechen alle Geschlechter an und weisen auf die Angebote hin.

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