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„Mit Klischeefrei rufen wir unsere Aktivitäten ins Bewusstsein“

Gudrun Stockmanns, Präsidentin der Hochschule Ruhr West
© Marsha Glauch

Die Hochschule Ruhr West (HRW) vermeidet in ihrem Handeln und Tun Geschlechterklischees und möchte den Frauenanteil in MINT-Fächern erhöhen. Präsidentin Prof. Stockmanns stellt die 2009 gegründete Hochschule vor.

Frau Stockmanns, können Sie sich und Ihre Organisation kurz vorstellen?

Seit 2015 bin ich Präsidentin der Hochschule Ruhr West (HRW) und stehe für unsere Vision, die modernste Hochschule in der Region zu werden. Eine Hochschule an der Lernen, Forschen und Anwenden ein perfektes Miteinander bilden.

Gegründet im Jahr 2009, zählt die HRW mit den Standorten in Mülheim an der Ruhr und Bottrop heute rund 5.800 Studierende. Im Herzen der Metropole Ruhr zeichnet sie sich vor allem durch die Vielfältigkeit ihrer Beschäftigten, Studierenden und die offene Hochschulkultur aus.

Das Studienangebot umfasst zurzeit 20 Bachelor- und sechs Masterstudiengänge aus den Bereichen Informatik, Ingenieurwissenschaften, Mathematik, Naturwissenschaften und Wirtschaft. Neben der Lehre bildet die anwendungsorientierte Forschung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine tragende Säule der Hochschule.

Was hat Sie motiviert, sich in der Initiative Klischeefrei zu engagieren?

Wir sind eine MINT-Hochschule, die sich sehr darum bemüht, den Frauenanteil in den MINT-Fächern zu erhöhen, es liegt daher nahe, bei Klischee frei zu unterschreiben – schließlich tun wir schon sehr viel. Mit dieser Initiative können wir vor Ort diese Aktivitäten noch einmal ins Bewusstsein rufen.

Auf welche Weise setzt sich die HRW für eine geschlechtersensible Berufs-und Studienorientierung ein?

  • Unser MINT4U-Zentrum bringt die Wissenschaft und Technik in die Schulklassen und adressiert gerade Mädchen, Technik kennenzulernen.
  • Die Talentscouts suchen nach Talenten jenseits von Klischees.
  • Unsere Studienberater*innen vermeiden ebenfalls Geschlechterklischees.
  • Mit dem geplanten monoedukativen Studiengang Maschinenbau adressieren wir selbstbewusste Frauen, die sich ein Maschinenbaustudium zutrauen, aber dies in einem anderen Klima tun wollen.

Weitere Studiengänge, die gesellschaftliche Herausforderungen mit Technik verknüpfen sind für alle Geschlechter spannend und werden gut nachgefragt.

Welche Erfolge haben Sie bisher mit Ihrer Arbeit erreicht?

Die HRW hat ausgezeichnete Werte bei der Anzahl der Professorinnen und kann so genügend Role Models für die Studentinnen generieren. Mit einer Quote von 50 Prozent ist das Wirtschaftsinstitut führend in Nordrhein-Westfalen.