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Soziale Mobilität von Frauen und Männern gleicht sich immer mehr an

DIW-Studie zum sozialen Auf- und Abstieg

Frau hält einen Zettel mit Symbolen für Gendergerechtigkeit in der Hand
© nito | Fotolia

Dr. Nicolas Legewie, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DIW Berlin, hat gute Nachrichten: Die Trends beim sozialen Auf- oder Abstieg haben sich bei Männern und Frauen fast angeglichen.

Dr. Nicolas Legewie und Sandra Borgmann der DIW haben in einer Studie die soziale Mobilität im Berufsstatus untersucht,  d. h. Veränderungen in der beruflichen Position einer Person im Vergleich zu ihren Eltern. Dafür wurden Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) zu westdeutschen Personen mittleren Alters ausgewertet, die zwischen 1939 und 1971 geboren wurden.

Das Ergebnis: Gegenüber den Eltern hat sich das Niveau der sozialen Stellung im Durchschnitt verbessert (absolute soziale Mobilität). Dagegen hat sich die relative soziale Mobilität, die die Durchlässigkeit der Gesellschaft misst, seit dem Zweiten Weltkrieg kaum verändert. Insgesamt gilt weiterhin, dass es deutlich wahrscheinlicher ist, selbst einen  Beruf in der obersten Statusgruppe der leitenden Angestellten zu erreichen, wenn die eigenen Eltern bereits einen solchen Beruf hatten. Betrachtet man allerdings einzelne gesellschaftliche Gruppen, ist das Bild differenzierter. So haben sich die Mobilitätsmuster für Männer und Frauen im Beobachtungszeitraum weitestgehend einander angeglichen: Männer steigen öfter ab als früher, während Frauen öfter aufsteigen.

(Quelle: DIW-Wochenbericht 20/2018)