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Ausbildungsvergütungen 2018: Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Tischler prüfen bei Qualitätskontrolle ein Werkstück
© Kzenon/Fotolia

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) führt jährlich eine Auswertung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen durch. Dabei werden auch Vergütungsunterschiede zwischen männlichen und weiblichen Auszubildenden erfasst.

Grafische Darstellung (Säulendiagramm) der durchschnittlichen Ausbildungsvergütung von Männern und Frauen 2018
Durchschnittliche Ausbildungsvergütung von Männern und Frauen 2018

Wenig überraschend waren auch 2018 Unterschiede in der Vergütungshöhe zwischen männlichen und weiblichen Auszubildenden festzustellen.

Im gesamten Bundesgebiet betrugen die durchschnittlichen Ausbildungsvergütungen für junge Männer 917 € pro Monat, für junge Frauen lagen sie mit 892 € um 2,7 Prozent niedriger. In Ostdeutschland fiel der Abstand etwas geringer aus als im gesamtdeutschen Durchschnitt. Männliche Auszubildende erreichten im Osten durchschnittlich 866 €, weibliche Auszubildende 845 €, und damit 2,4 Prozent weniger.

Deutlich stärker fielen die Abweichungen innerhalb der beiden größten Ausbildungsbereiche Industrie und Handel sowie Handwerk aus. So kamen junge Männer 2018 in Industrie und Handel im gesamtdeutschen Durchschnitt auf 992 €, junge Frauen dagegen mit 945 € auf einen um 4,7 Prozent niedrigeren Betrag. Im Handwerk gab es für weibliche Auszubildende mit durchschnittlich 689 € sogar eine um 12,3 Prozent geringere Vergütung als für männliche Auszubildende mit 786 €.

Die abweichenden Vergütungsdurchschnitte resultierten dabei ausschließlich daraus, dass junge Männer schwerpunktmäßig in gewerblich-technischen Berufen ausgebildet wurden und Frauen weit überwiegend in kaufmännischen bzw. Dienstleistungsberufen. In den Berufen, in denen fast ausschließlich junge Männer vertreten waren, fielen die Ausbildungsvergütungen häufig relativ hoch aus. Umgekehrt lagen in einigen Berufen, die einen sehr hohen Frauenanteil aufwiesen, die Vergütungen eher niedrig.