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Viel los am heutigen Tag: Girls'Day und Boys'Day

Am deutschlandweiten Girls'Day lernen Mädchen und junge Frauen in tausenden Angeboten von Unternehmen und Organisationen Berufsbilder kennen, in denen bislang nur wenige Frauen arbeiten. Durch den Boys'Day erhalten Jungen Einblick in Berufe, in denen Männer unterrepräsentiert sind.

Auftakt im Bundeskanzleramt

Schon gestern, am 27. März 2019, gab es eine Auftaktveranstaltung zum Girls'Day gemeinsam mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Seit 18 Jahren richtet die Initiative D21, in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V., und gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt den Auftakt aus. In einem "Technik-Parcours" von acht Ausstellern erhalten dieses Jahr 24 Schülerinnen aus Berlin Einblicke in die Vielseitigkeit von MINT-Berufen.

„Mit dem Girls'Day zeigen wir den Mädchen und jungen Frauen Perspektiven auf: Sie erfahren hautnah, dass sie die technischen oder naturwissenschaftlichen Berufe nicht nur können, sondern diese konkret, sozial, kreativ, lebendig und spannend sein können. Berufsentscheidungen sollten unabhängig vom Geschlecht sein und wir wollen dazu beitragen, dass sich junge Menschen an ihren Talenten und Interessen orientieren – und nicht an überholten Rollenbildern“, so Prof. Barbara Schwarze, Vorsitzende des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., das bundesweit den Girls'Day koordiniert, und Präsidiumsmitglied der Initiative D21.

Boys'Day zum Thema Pflege mit Bundesjugendministerin Giffey

Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey nahm heute in Berlin am deutschlandweiten Girls'Day und Boys'Day teil. In den DRK-Kliniken Berlin waren insgesamt mehr als 70 Schüler beim Boys’Day zum Thema Pflege eingeladen. Am Klinikstandort Mitte traf die Ministerin 20 Schüler, die den Beruf des Krankenpflegers ausprobieren wollten. Gemeinsam erlebten sie einen spannenden Einblick in den Tagesablauf eines Krankenhauses. Sie lernten die Notaufnahme der Klinik sowie eine chirurgische Station kennen. Sowohl beim Kontakt mit den vielen technischen Geräten, als auch beim Verbandswechsel oder Gipsen einer Schiene wurde für alle erlebbar, wie abwechslungsreich dieser Beruf ist.

Für 100 Girls’Day-Teilnehmerinnen ging es bei Siemens durch einen Technik-Parcours. Gemeinsam mit Ministerin Giffey übten sie sich im virtuellen Schweißen: Ein Helm mit eingebauter Kamera vermittelte den Schülerinnen und der Ministerin, wie es sich anfühlt zu schweißen – ohne zu schwitzen. An einer anderen Station konnten sie selbst Lego-Fahrzeuge programmieren und diese über einen Parcours lenken.

„Wir öffnen jungen Menschen die Augen für Neues und geben ihnen damit mehr Perspektiven und Möglichkeiten. Mädchen können Berufe in Technik und Handwerk ergreifen wie Jungen Berufe in Gesundheit, Erziehung und Pflege. Die Aktionstage sind wichtig, damit Klischees auch in der Arbeitswelt abgebaut werden oder sogar verschwinden,“ sagte Giffey. Im Anschluss dankte die Ministerin allen Unternehmen und Einrichtungen, die einen Girls‘Day oder Boys’Day ausrichten und den Jugendlichen ganz praktische Einblicke ins Berufsleben geben.

Girls'Day im Klanglabor mit Bundesbildungsministerin Karliczek

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek besuchte anlässlich des Girls’Day die Jungen Tüftler in Berlin. Mit dem Klanglabor bot das gemeinnützige Unternehmen einen Experimentierraum, in dem Mädchen ihr Selbstbewusstsein im Umgang mit Technologien stärken konnten. Dabei hatten die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, Musikinstrumente zu bauen, sich im Sounddesign auszuprobieren und andere Junge Tüftlerinnen nach ihrem Lebensweg zu fragen.

Wie funktioniert ein Servomotor? Was bedeutet Robotik? Was ist ein Prototyp? Dies und noch viel mehr lernten die Mädchen bei diesem Angebot.

„Im MINT-Bereich liegen in den nächsten Jahren ganz viele Chancen. Die Produkte stehen im Mittelpunkt“, sagt Ministerin Karliczek. Deshalb sei es wichtig, den Mädchen die MINT-Berufe immer wieder schmackhaft zu machen.

Die Jungen Tüftler bieten sowohl Workshops und Camps für Kinder als auch Schulungen für Lehrkräfte rund um digitale Bildung an. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Tüfteln und selber Ausprobieren.