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Gute Strategien für gute Berufe in der frühen Bildung

OECD stellt Studienergebnisse vor

Erzieher sitzt mit zwei Kindern an einem Tisch in einer Kindertagesstätte
© LIGHTFIELD STUDIOS | stock.adobe.com

Damit sich mehr Menschen für den wichtigen Beruf der Erzieherin oder des Erziehers entscheiden, muss dieser attraktiver werden. Die OECD wollte wissen: Wie machen das andere Länder? In ihrer neuen Studie zeigt sie Wege auf, wie in anderen Ländern in pädagogische Fachkräfte investiert wird. Eine der acht aufgeführten Maßnahmen ist, auch Männer verstärkt zur pädagogischen Arbeit zu ermutigen.

Ein leichter Einstieg in den Beruf, Theorie und Praxis in der Ausbildung, ein guter Status mit besserer Bezahlung und gute Weiterentwicklungsmöglichkeiten – diese und andere Maßnahmen empfiehlt die OECD in ihrer neuen Studie „Gute Strategien für gute Berufe in der frühen Bildung“, die sie am 14. Juni 2019 auf einer gemeinsamen Konferenz mit dem Bundesfamilienministerium vorgestellt hat.

Für Bundesfamilienministerin Dr. Giffey sind die Ergebnisse der Studie eine Bestätigung dafür, dass Deutschland auf einem guten Weg ist. Im Sommer soll das Bundesprogramm Fachkräfteoffensive Erzieherin/Erzieher starten. Das Ziel: Mehr praxisintegrierte Ausbildung, Ausbildungsvergütung, qualifizierte Praxisanleitung und Aufstiegsmöglichkeiten. 

In einem Booklet stellt die OECD acht Maßnahmen aus OECD-Ländern vor; eine der Maßnahmen ist, "Männer verstärkt zur Aufnahme einer Tätigkeit in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung ermutigen". Die Zahl männlicher Beschäftigte in Kindertages- und Vorschuleinrichtungen ist nach wie vor sehr gering. Zu stark hält sich das Klischee, dass Sorgearbeit "Frauensache" sei. Geschlechtsspezfische  Einstellungen zu Berufen gehen dabei Hand in Hand mit dem oftmals geringen gesellschaftlichen Status des Berufs des Erziehers/der Erzieherin, der sich nicht zuletzt in der geringen Bezahlung ausdrückt. Um hier ein Umdenken zu schaffen, wird u.a. eine Art Männerquote empfohlen: Eine "positive Diskriminierung bei der Personalgewinnung" könnte vorübergehend (wie z.B. in Norwegen) eingesetzt werden, um zu einem ausgewogeneren Geschlechterverhältnis zu führen.

Quelle: Pressmitteilung des BMFSJF / OECD-Studie