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Genderdiversität verbessert Unternehmenserfolg

Gruppe von Männern und Frauen im Gespräch im Büro
© nd3000 | stock.adobe.com

Rollenklischees beeinflussen nicht nur die Berufs- und Studienwahl zu Beginn einer Karriere. Sie setzen sich fort bis in die Chefetagen der Unternehmen, wo nach wie vor überwiegend Männer die Entscheidungen treffen. Dabei lohnt sich Genderdiversity für Unternehmen auch finanziell.

Unternehmen, die auf geschlechtliche Vielfalt auch in der Unternehmensführung setzen, sind häufig wirtschaftlich erfolgreicher. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Der Report der International Labour Organization (ILO) „Women in Business and Management: The business case for change“ liefert neue Einblicke in die Entwicklung der Beteiligung beider Geschlechter am Arbeitsleben im internationalen Kontext. Der Bericht bestätigt: Besteht die Unternehmensführung zu mindestens 30 Prozent aus Frauen, hat dies positive Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg. Unternehmen, die auch an ihrer Spitze auf Diversität setzen, verbesserten ihren Ertrag um bis zu 20 Prozent.

Viele diese Unternehmen verfolgen Genderdiversität als Teil einer größeren Unternehmensstrategie mit dem Ziel, in einem dynamischen, oft internationalen, Marktumfeld besser bestehen zu können. Diversität bringt unterschiedliche Perspektiven zusammen, und dies sorgt für mehr Innovationskraft und Dynamik. Zudem konnten die Unternehmen, die über einen höheren Frauenanteil auf allen Hierarchieebenen verfügen, ihre Reputation verbessern und leichter gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen und an sich binden.

Der Bericht macht jedoch auch deutlich, dass es noch ein weiter Weg bis zur paritätischen Besetzung von Managementpositionen ist. Je größer ein Unternehmen, desto kleiner ist der Anteil der Frauen in der Unternehmensführung. So gibt es auch in großen deutschen Unternehmen nach wie vor rein männlich besetzte Geschäftsführungen oder Aufsichtsräte.

Um für Frauen attraktiver zu werden, empfielt die ILO, gleichwertige Arbeit gleichwertig zu entlohnen, die Arbeitszeit zu flexibilisieren und von der klassischen Präsenzkultur mit langen Arbeitszeiten Abstand zu nehmen. Arbeit und Familienleben müssten für beide Geschlechter vereinbar sein.