19.02.2026
Gender Gap in Mathe
Studie aus Frankreich
Eine Studie mit Erstklässlerinnen und Erstklässlern in Frankreich zeigt: Unterschiede in der Leistung in Mathe zwischen Mädchen und Jungen entstehen im ersten Schuljahr. Welche Empfehlungen gibt die Studie?
Obwohl die durchschnittliche Leistung von Mädchen und Jungen im Bereich der Mathematik vor Schuleintritt noch fast identisch ist, zeigen sich bereits nach vier Monaten signifikante Unterschiede: Jungen schließen bei den Tests besser ab als Mädchen. Dieses Ergebnis vergrößert und verfestigt sich im Laufe des Jahres weiter. Dabei stellen die Autorinnen und Autoren auch fest, dass der Gap unabhängig vom Alter entsteht. Kinder, die im gleichen Alter getestet werden, aber unterschiedlich lange in der Schule waren, zeigen deutliche Leistungsunterschiede.
Die Studie macht deutlich: Der Gender Gap in Mathematik entsteht im ersten Schuljahr. Deshalb müssen entgegenwirkende Maßnahmen bereits beim Übergang zwischen Kindergarten und Einschulung ansetzen.
Empfehlungen der Studie für die MINT-Bildungspraxis
- Gender-faire Lehrkräfteausbildung: gleichberechtigte Ansprache, faire Bewertung und Vermeidung von Stereotypen
- Geeignete weibliche Rollenvorbilder
- Bewältigung von Matheangst
- Vermittlung eines „Growth Mindset“: die Überzeugung, dass mathematische Fähigkeiten erlernbar sind
Quelle: www.mint-vernetzt.de