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11.01.2021

„Als öffentlich-rechtliches Unternehmen stehen wir hinter den Inhalten der Initiative Klischeefrei“

Der hr beschäftigt mehr als 2.000 Mitarbeitende und um die 60 Auszubildende. Personalmanagerin Stephanie Reymendt und hr-Gleichstellungsbeauftragte Sinaida Thiel erklären im Interview, warum Klischeefreiheit beim hr eine große Rolle spielt.

Frau Reymendt, Frau Thiel, können Sie den Hessischen Rundfunk kurz vorstellen?

Radio, Fernsehen, Online – wir sind Hessens größtes Medienunternehmen. Als Mitglied der ARD sind wir stolz darauf, mit unseren vielfältigen und qualitativ hochwertigen Programmangeboten wesentlich zur Meinungs- und Medienvielfalt in Deutschland beizutragen. Der Hessische Rundfunk bietet täglich ein vielfältiges Programm. Unsere sechs Radioprogramme (hr1, hr2-kultur, hr3, hr4, YOU FM und hr-iNFO), das hr-fernsehen, hessenschau.de und zahlreiche öffentliche Veranstaltungen begeistern ein Millionenpublikum.

Der hr beschäftigt mehr als 2.000 Mitarbeitende und um die 60 Auszubildende an seinen Standorten in Hessen. Wir arbeiten gemeinsam an der Aufgabe, ein gutes Programm in Radio, Fernsehen und Online für Hessen zu erstellen. Neben Journalist*innen, Kameraleuten und Redaktionsassistenzen beschäftigen wir Menschen aus ganz verschiedenen Fachgebieten in etwa 100 verschiedenen Berufen und weit über 20 Ausbildungsberufen.

Was hat Sie motiviert, der Initiative Klischeefrei beizutreten?

Wir als öffentlich-rechtliches Unternehmen stehen hinter den Inhalten der Initiative Klischeefrei und wollen unseren gesellschaftlichen Beitrag zu diesem gemeinsamen Netzwerk leisten. Unsere vielfältigen Berufsbilder zeigen uns jeden Tag aufs Neue, wie wichtig unterschiedliche Perspektiven und Meinungen unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft auf unsere Produkte und Angebote sind und wie sehr wir davon profitieren. Daher möchten wir uns dafür einsetzen, dass junge Menschen sich ohne Klischees beruflich orientieren können und nach ihren individuellen Interessen ihren persönlichen Weg ins Berufsleben finden.

Auf welche Weise setzen Sie sich für eine geschlechtersensible Berufs- und Studienorientierung ein?

Schon seit einigen Jahren sind wir beim Girls‘Day und Boys‘Day dabei und laden jedes Jahr über 150 Schüler*innen ein, sich über die Berufsbilder in der Medienbranche zu informieren und auszuprobieren.

Dadurch, dass wir mit unseren vielfältigen Ausbildungsberufen verschiedenste Zielgruppen abbilden, kommen unsere Auszubildenden aus allen Schichten der Gesellschaft und wir haben im Recruiting ein hohes Bewusstsein für Diversität. So ist es für uns völlig normal, dass die Tischlerin neben dem Kaufmann für Büromanagement in der Einführungsveranstaltung zu Beginn der Ausbildung sitzt. Dadurch, dass wir diese Auszubildenden dann auch als Ausbildungsbotschafter*innen an Schulen und auf Ausbildungsmessen einsetzen, fördern wir den unabhängigen Orientierungsprozess der Jugendlichen.

Klischeefrei bedeutet für uns … uns dafür einzusetzen, dass junge Menschen sich frei von Klischees beruflich orientieren können, damit sie nach ihren individuellen Interessen ihren persönlichen Weg ins Berufsleben finden.

Stephanie Reymendt (Personalmanagement hr)