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18.06.2026

Bildung in Deutschland 2026: Fortschritte und ungenutzte Potenziale

Frauen sind heute häufiger erwerbstätig als früher, dennoch bleiben Fachkräftepotenziale ungenutzt. Der aktuelle Bildungsbericht zeigt, wo weiterhin geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen.

Bildung in Deutschland 2026: Fortschritte und ungenutzte Potenziale

Der aktuelle Bericht der „Autor:innengruppe Bildungsberichterstattung“ bietet einen umfassenden Überblick zur aktuellen Situation des deutschen Bildungswesens mit einer Analyse zu Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft. Mit seinem breiten Ansatz richtet er sich an Politik, Praxis, Wissenschaft und die interessierte Öffentlichkeit und liefert wichtige Impulse für die bildungspolitische Diskussion.

Erkenntnisse zu Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern

Zu den zentralen Befunden des Berichts zählen unter anderem Erkenntnisse zu geschlechtsspezifischen Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern und daraus folgernd ungenutzten Potenzialen. So ist die Erwerbstätigkeit von Frauen in den vergangenen Jahren zwar gestiegen, dennoch bleiben wichtige Fachkräftepotenziale weiterhin ungenutzt. Besonders deutlich wird dies bei zugewanderten Frauen: Während zugewanderte Männer nach mehreren Jahren Aufenthalt mit 83 Prozent nahezu die Erwerbsquoten von Männern ohne Zuwanderungsgeschichte (86 Prozent) erreichen, sind zugewanderte Frauen – insbesondere Mütter – deutlich seltener erwerbstätig als zugewanderte Männer und als Frauen ohne Zuwanderungsgeschichte (69 Prozent zu 82 Prozent).

Auch im Bildungsbereich zeigen sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Naturwissenschaftliche Kompetenzen entwickeln sich vom Kindes- bis ins junge Erwachsenenalter positiv, allerdings werden bereits im Jugendalter Unterschiede sichtbar. Diese spiegeln sich später auch in den Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten in MINT-Berufen (Berufe im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wider, in denen Frauen weiterhin benachteiligt sind.

Der Bericht macht deutlich: Für eine bessere Nutzung vorhandener Fachkräftepotenziale und mehr Chancengerechtigkeit besteht weiterhin dringender Handlungsbedarf.

Der Bildungsbericht ist gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und der Kultusminister-Konferenz (KMK). 

Quelle: Bildung in Deutschland 2026
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