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Bilderbücher: Alles nur Klischee?

Ein Mädchen und ein Junge lesen ein Bilderbuch
© S.Kobold - Fotolia.com

Rollen- und Geschlechtsbilder, die sich später auf die Berufs- und Studienwahl auswirken, werden schon früh vermittelt, etwa in Bilderbüchern. Das didacta Magazin „Meine Kita“ hat Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die Bilderbücher auf ihre Gendersensibilität geprüft hat.

Von den 6.117 analysierten Figuren konnten 53 Prozent als weiblich identifiziert werden, 47 Prozent als männlich. Auch bei der Analyse der handlungsleitenden Figuren zeigt sich, dass entgegen älterer Studien in 44 Prozent der untersuchten Bücher eine weibliche Figur durch die Geschichte führt.

Frauenbild: Die Darstellung von weiblichen Figuren folgt optisch klaren Stereotypen, so dominieren bei der Farbgebung der Kleidung Rottöne. Ebenso zeigen sich Stereotype im Verhalten und bei der Beschreibung von Gefühlen. Dem Geschlechterklischee entsprechend, werden Frauen und Mädchen als eher ängstlich und emotional dargestellt. Man sieht sie zudem achtmal häufiger im Haushalt als im Beruf und öfter in Beziehung mit anderen Figuren.

Männerbild: Männliche Figuren entsprechen optisch ebenfalls klaren Genderrollen, sie tragen fast immer kurzes Haar und kleiden sich in Blau- oder Grüntönen. Interessant ist das Ergebnis, dass Männer und Jungen in etwa genauso häufig mutig und ängstlich dargestellt werden. Es zeigen sich somit erste Brüche mit stereotypen Männerbildern, die besagen, dass diese keine oder nur wenig Emotionen zeigen dürfen. Trotz dieser positiven Feststellung werden Männer selten bei fürsorglichen und haushaltsnahen Tätigkeiten abgebildet. Dieser Bereich wird nach wie vor primär weiblichen Figuren zugeschrieben.