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Vorbilder: Meisterinnen der Zunft

Klischeefrei: Metallbauerin beim Löten in typischer Berufskleidung
© Uli Präcklein - handwerk.magazin

„Powerfrauen im Handwerk“ – mit diesem Motto hat das Print-Special vom „handwerk.magazin“ das Fototeam der Fotografenmeisterin Uli Präcklein auf Tour geschickt. Zehn Unternehmerinnen haben an dem deutschlandweiten Shooting teilgenommen. Dabei haben die Meisterinnen nicht nur stolz ihr Berufsfeld – und die notwendige Berufsbekleidung – präsentiert, sondern auch gezeigt: Frauen können jeden Beruf.

Frauen und Männer können heute grundsätzlich jeden Beruf ergreifen. Zumindest theoretisch. In der Praxis lassen sie sich oft von traditionellen Mustern leiten und schränken so ihr Berufswahlspektrum massiv ein. Nicht so die zehn Unternehmerinnen, die für das Berufsbekleidungsspezial „Powerfrauen im Handwerk“ Model gestanden haben. Sie gehören zu den Frauen, die die Schere im Kopf beiseitegelegt und den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt haben. Sie „stehen ihre Frau“ beim Metallbau, beim Dachdecken oder Fliesenlegen genauso wie in der Backstube oder in der Konditorei. Nicht nur die Schreinermeisterin sägt so an alten Klischees.

Für Mädchen und junge Frauen sind die Meisterinnen wichtige Vorbilder: Sie durchbrechen Geschlechtsstereotypen, auf die Kinder in ihrem sozialen Umfeld stoßen. Diese werden vor allem von Medien und Unternehmen im Rahmen ihres Gender-Marketing aktiv (re)produziert, nicht zuletzt, um mehr Geld zu verdienen. Die Unternehmerinnen dagegen zeigen die Vielfalt von Frauen und ihren Kompetenzen.

Doch bedient das Shooting mit dem Aufhänger "Berufskleidung" nicht das Klischee "Frauen und Mode"? Einerseits. Doch die Tatsache, dass Frauen in der Handwerksbekleidung noch oft auf Herrengrößen zurückgreifen müssen, lässt die Frage „Was ziehe ich an?“ vor einem ganz anderen Hintergrund erscheinen. Arbeitskleidung muss in erster Linie funktionell sein, sie muss Sicherheit und Bewegungsfreiheit gewährleisten und professionelles Auftreten ermöglichen. Das kann sie aber nur, wenn sie richtig passt – in der richtigen Größe und Schnittform. Das Fotoshooting ist ein Beitrag, Frauen im Handwerk sichtbar zu machen und ihr Image zu stärken – auf ganzer Linie.

Das Ergebnis des Fotoshootings erscheint am 1. Oktober 2017 als Beilage der Print-Ausgabe des Handwerk-Magazins.