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Ausbildungsverträge 2016: geschlechtsspezifische Differenzen

Mehrere aus Menschen gebildete Balkendiagramme symbolisieren Statistikdiagramm
© Markus Mainka - Fotolia.com

Auch 2016 unterscheidet sich die Berufswahl von jungen Frauen und jungen Männern deutlich. Das Statistisches Bundesamt (Destatis) hat neue Zahlen zu neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im Jahr 2016 veröffentlicht.

509.997 Jugendliche haben im Jahr 2016 einen neuen Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Das waren 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr (2015). Den Spitzenplatz belegt der Beruf Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel mit 29.142 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Auch im Jahr davor lag die Einzelhandelskauffrau bzw. der Einzelhandelskaufmann auf Rang eins.

Auf den weiteren Plätzen folgen Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement, Verkäufer/-in, Kraftfahrzeugmechatroniker/-in sowie Industriekaufmann/-kauffrau. Etwa ein Viertel der neu abgeschlossenen Verträge konzentrierte sich auf diese fünf häufigsten Ausbildungsberufe.

Männliche und weibliche Jugendliche unterscheiden sich in der Berufswahl: Bei den Neuabschlüssen von weiblichen Jugendlichen lag 2016 der Beruf Kauffrau für Büromanagement mit einem Anteil von 10,3 Prozent auf Rang eins. Männliche Jugendliche wählten am häufigsten den Beruf Kraftfahrzeugmechatroniker (6,4 %).

Die schulische Vorbildung beeinflusst die Berufswahl: Bei Jugendlichen mit Hochschulzugangsberechtigung waren Industriekaufmann/-kauffrau, Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement sowie Kaufmann/Kauffrau im Groß- und Außenhandel die drei häufigsten Ausbildungsberufe.

Bei Jugendlichen ohne einen Hauptschulabschluss rangierte der Beruf Verkäufer/-in auf Platz eins, gefolgt von Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement. Der Anteil Jugendlicher mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag ohne Hauptschulabschluss betrug dabei allerdings nur 3,1 Prozent gegenüber einem Anteil von 28,4 Prozent mit Hochschulzugangsberechtigung.

Auch hinsichtlich der schulischen Vorbildung der Auszubildenden gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede: Bei neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen lag der Anteil der weiblichen Jugendlichen mit Hochschulzugangsberechtigung mit 34,5 Prozent um 10,1 Prozentpunkte höher als bei den männlichen. Dagegen übertraf der Anteil der männlichen Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss mit 3,6 Prozent um 1,2 Prozentpunkte den Anteil der weiblichen (2,4 %).