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DIW-Studie: Gender Leadership Gap

Frauen in TOP-Positionen der größten Energie- und Verkehrsunternehmen deutlich unterrepräsentiert

Jeweils ein Mann und eine Frau vor einer Leiter. Die Abstände der Sprossen der Leiter der Frau sind viel größer als beim Mann.
© Fotolia | pict rider

Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen in Führungspositionen deutlich zu erhöhen. Nach wie vor ist dieser aber gering, auch in den jeweils 50 größten Unternehmen des Energie- und Verkehrssektors, wie eine Untersuchung des DIW Berlin zeigt. Demnach sind Frauen in Vorstands,- Aufsichtsrats- und Verwaltungsgremien deutlich unterrepräsentiert.

Vor allem die Vorstandspositionen der TOP-50-Energieunternehmen werden vornehmlich mit Männern besetzt. Der Anteil von Frauen liegt bei unter sechs Prozent, während ihr Anteil unter den Beschäftigten in den untersuchten Unternehmen bei knapp 30 Prozent liegt. Der Gender Leadership Gap ist dementsprechend
besonders hoch.

Der Gender Leadership Gap (GLG) ist eine am DIW Berlin entwickelte Kennzahl, die verdeutlicht, wie hoch die Differenz zwischen dem Frauenanteil an allen Erwerbstätigen und dem Anteil von Frauen in Führungspositionen ist. Ist der GLG nahe oder gleich Null, bedeutet dies also, dass Frauen proportional in Führungspositionen zu ihrem Anteil an allen Erwerbstätigen repräsentiert sind. Fällt demnach
der GLG positiv aus, bedeutet dies in der Regel, dass Frauen unterrepräsentiert sind und einen erschwerten Zugang zu Führungspositionen gegenüber ihren männlichen Kollegen haben.

Die Studie kommt zu dem Schluss, das politische Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, die helfen, Stereotype zu überwinden, Beruf und Familie besser zu vereinbaren. Zudem seien Unternehmen gefordert, gezielte Förderprogramme für weibliche Führungskräfte, mehr Transparenz und eine veränderte Unternehmenskultur zu etablieren.