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900.000 Euro für Projekt zur klischeefreien Berufsorientierung

Ministerin Stefanie Drese bei der Übergabe des Förderbescheids an Dr. Ute Messmann vom Bildungswerk der Wirtschaft MV.
© Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern

Mädchen und Jungen haben oftmals noch immer einen verengten Blickwinkel bei der Wahl ihrer Ausbildungsberufe oder ihrer Studienfächer. Deshalb ist nach Ansicht von Gleichstellungsministerin Stefanie Drese eine klischeefreie Berufsorientierung von enormer Bedeutung in der schulischen Bildung.

„Erst eine klischeefreie Berufsorientierung ermöglicht Jugendlichen, ein erweitertes Berufswahlspektrum als Chance für ihre eigene Zukunft zu begreifen“, sagte Drese am 4. Dezember 2017 bei der Übergabe eines Fördermittelbescheids an das Bildungswerk der Wirtschaft MV als Träger des Projektes „BOGEN – Berufsorientierung Genderreflektiert Nachhaltig“ im Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung des Landes Mecklenburg-Vorpommern (MSIG MV) in Schwerin.

So gebe es etwa viele Berufe, die Mädchen und junge Frauen womöglich noch gar nicht im Blick haben, weil sie Männer dominiert sind. Dabei könnten Mädchen viele Dinge genauso gut oder manchmal sogar besser, so Drese.

Insgesamt fördert das MSIG MV das Sozialpartnerschaftsprojekt vom Unternehmerverband VUMV und DGB über drei Jahre mit insgesamt 900.000 aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).

Mit dem Projekt werden Schulen und Lehrkräfte unter anderem durch Mädchen- und Jungen-Werkstätten befähigt, Jugendliche zu ermutigen, ihre Stärken und Schwächen zu reflektieren, sich von – teils unbewussten – Rollenklischees zu lösen und eine von Vorurteilen freie Berufswahl zu treffen. Eltern werden darin bestärkt, als Vorbilder und Vertrauenspersonen die Kinder zu ermutigen, bei der Berufswahl auf die eigenen Bedürfnisse und Fähigkeiten zu achten und sich gegebenenfalls über Geschlechterstereotype hinwegzusetzen.

Drese: „Unternehmen und Einrichtungen benötigen engagierte und kompetente Fachkräfte. Viele erkennen zunehmend, dass eine Berufswahl Jugendlicher ohne eingrenzende Rollenbilder auch in ihrem Interesse ist. Durch eine geschlechtergerechte, moderne Personalpolitik, verbunden mit einem frühzeitigen Engagement in der Berufs- und Studienorientierung werden wertvolle Personalressourcen erschlossen.“