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Flexible Arbeitszeiten in weiblich dominierten Branchen seltener

Zahnräder mit integrierten Uhren liegen nebeneinander
© fotomek | Fotolia

Eine europaweite Untersuchung der Soziologin Heejung Chung von der Universität Kent in Großbritannien zeigt, dass flexible Arbeitszeiten in mehrheitlich von Frauen besetzten Branchen seltener sind als anderswo.

Die Bezahlung in typischen Frauen-Branchen ist im Allgemeinen geringer als in Betrieben, die vor allem Männer beschäftigen. Unter Ökonomen ist umstritten, was die Ursache dafür ist.

Einige Wirtschaftswissenschaftler nehmen an, dass Arbeitgeber in frauendominierten Branchen zwar weniger zahlen, aber den Frauen dafür in anderer Hinsicht entgegenkommen, nämlich durch flexiblere, familienfreundlichere Arbeitszeiten.

Eine Untersuchung der Soziologin Heejung Chung von der Universität Kent in Großbritannien zeigt jedoch, dass dem nicht so ist. Die Wissenschaftlerin hat anhand eines europäischen Datensatzes untersucht, wem flexible Arbeitszeitmodelle offenstehen und wem nicht. Ergebnis: In weiblich dominierten Branchen sind flexible Zeiten sogar seltener als anderswo.

Die Studie zeigt, dass am ehesten Beschäftigte in solchen Betrieben Zugang zu flexiblen Arbeitszeiten haben, in denen keines von beiden Geschlechtern überwiegt. Das ist in allen 27 untersuchten EU-Ländern der Fall.