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Mädchen und Jungen können gleich gut Mathe

Neue Studie entlarvt viel zititerten Gender Gap als Mythos

Mädchen löst Matheaufgabe an einer Tafel
detailblick-Foto | fotolia

Das Stereotyp, dass Mädchen über weniger mathematische Kompetenzen als Jungen verfügen, hält sich hartnäckig. Eine neue Studie an der britischen Universität Dundee stellt den immer wieder zitierten biologischen Zusammenhang von Geschlecht und mathematischen Fähigkeiten in Frage und fordert einen Kulturwandel.

Keith Topping, Professor für Bildungs- und Sozialforschung an der britischen Universität Dundee fand gemeinsam mit dem Bildungsinstitut Renaissance heraus, dass die Unterschiede in den mathematischen Fähigkeiten von Jungen und Mädchen zu vernachlässigen sind. Grundlage der Studie sind Daten von über 20.000 Schülerinnen und Schülern aus Grund- und Sekundarschulen in England, Schottland, Wales und Nordirland. Für Renaissance-Projektmanagerin Lauren Shapiro ist der Mythos „Mathe = männlich“ ein Grund dafür, dass Frauen seltener MINT-Fächer studieren oder Mathematiklehrerinnen werden. Sie begreift die Studie als Weckruf und appelliert an Lehrkräfte, einen kulturellen Wandel an Schulen anzustoßen und mehr Mädchen dazu zu ermutigen, MINT-Fächer zu lernen und zu studieren.