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„Ein Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung: klischeefrei(er) werden!“

Claudia Holbe
© Privat

Claudia Holbe leitet das Projekt „Generation Zukunft“ bei arche noVa, einer international anerkannten Hilfsorganisation, die in Deutschland auch Projekte zur Bildung für nachhaltige Entwicklung vorantreibt. Dabei geht es nicht nur um ökologisches Bewusstsein, sondern auch um individuelle Lebensentwürfe junger Menschen. Ein klischeefreier Ansatz, der allen Teilnehmenden eine von geschlechterstereotypen unabhängige Berufsorientierung ermöglicht, ist dafür sehr wichtig.

Frau Holbe, stellen Sie bitte arche noVa kurz vor!

Neben unserem Engagement im Ausland, speziell der Humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit, ist arche noVa seit über 15 Jahren im Bereich Globales Lernen/Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Sachsen und Brandenburg tätig. Globales Lernen sensibilisiert für globale Abhängigkeiten und Zusammenhänge und gibt Impulse für ein verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln in der Welt. Mit interaktiven Angeboten für allgemeine Schulen, Berufsschulen, Jugendeinrichtungen, Lehrkräfte und weitere Zielgruppen informieren wir über globale Themen und ermutigen Menschen, selbst aktiv zu werden. Unsere Projektpartner Umweltzentrum Dresden e.V. und Valtenbergwichtel e.V. sind in der Umweltbildung bzw. der Jugendarbeit in Sachsen tätig.

Was hat Sie motiviert, der Initiative Klischeefrei beizutreten?

Seit diesem Jahr engagieren wir uns mit dem Projekt „Generation Zukunft – die Profis von morgen“ auch im Bereich Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE) in  Sachsen und Thüringen. Unter dem Motto „jeder Job ist grün“ werden Jugendliche in mehrtätigen Work&Study-Camps für eine ressourcen- und klimaschonende Berufswelt sensibilisiert. Das Projekt fördert nicht nur ökologisches Bewusstsein, sondern auch individuelle Lebensentwürfe junger Menschen. Daher ist uns ein klischeefreier Ansatz, der allen Teilnehmenden eine von geschlechterstereotypen unabhängige Berufsorientierung ermöglicht, sehr wichtig. Unser Ziel ist es, Mädchen/Frauen* und Jungen/Männern* eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und bestehende Klischees kritisch zu hinterfragen.

Auf welche Weise setzt sich arche noVa für eine geschlechtersensible Berufs- und Studienorientierung ein?

In sechstägigen Work&Study-Camps in Sachsen und Thüringen werden Jugendliche verschiedene zukunftsrelevante Berufsfelder kennenlernen und praktisch erproben. Um eine unabhängige Berufswahl zu fördern, werden Rollenbilder und geschlechterspezifische Anforderungen gezielt thematisiert und hinterfragt. Jede*r Teilnehmende sollte die Möglichkeit bekommen, seine Interessen und Talente frei zu entdecken. Zusätzlich möchten wir bei von Männern überrepräsentierten Berufsfeldern besonders Mädchen/ Frauen* darin bestärken, diese Berufe zu ergreifen und umgekehrt. Denn eine Berufswahl frei von Klischees und gesellschaftlichen Stigmatisierungen eröffnet viele neue Perspektiven und Möglichkeiten.