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Herzlichen Glückwunsch zum Hermann-Schmidt-Preis!

Projekte von Klischeefrei-Partnerinnen und -Partner ausgezeichnet

Die Preisträgerinnen auf der Bühne, in den Händen Blumensträuße und Preis
© Bundesinstitut für Berufsbildung

„Frauen für die duale MINT-Ausbildung gewinnen“ – so lautete das Thema des Wettbewerbs um den „Hermann-Schmidt-Preis 2019“. Der Verein „Innovative Berufsbildung“ prämiert damit Projekte, die hierfür beispielhafte Modelle entwickelt haben, u.a. die ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH, der Wissenschaftsladen Bonn und der Jugendwerkstatt Felsberg e.V. – Partnereinrichtungen der Initiative Klischeefrei.

Die ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH macht mit ihrem Projekt „girlsatec“ technische Berufe für Schülerinnen erlebbar. In Technik-Camps während der Ferien haben sie zum Beispiel die Möglichkeit, sich praktisch mit Lötkolben und Metallfeile auszuprobieren oder ein kleines Solarflugzeug zu bauen. Im Rahmen des Projekts finden darüber hinaus Tage der offenen Tür im ABB Ausbildungszentrum Berlin sowie Betriebsbesichtigungen bei Partnerunternehmen statt. Herzstück der Projektarbeit sind die sogenannten „girlsatec-Botschafterinnen“. Das sind junge Frauen, die gerade einen technischen Ausbildungsberuf erlernen oder die Ausbildung bereits abgeschlossen haben. Sie dienen als weibliche Rollenvorbilder und werben aktiv für ihre Berufe. Die Jury des Hermann-Schmidt-Preises betonte den sinnvollen Beitrag des Projekts zur Erschließung technischer Ausbildungsberufe für junge Frauen und würdigte insbesondere den herausragenden Einsatz der „girlsatec-Botschafterinnen“.

Der Wissenschaftsladen Bonn hat in seinem Verbundprojekt mit der TU Berlin, der TU Dresden und dem Game Studio „the Good Evil“ das Computerspiel „Serena Supergreen“ entwickelt. Ziel des Computerspiels ist es, das Interesse von Mädchen für technische Ausbildungsberufe zu stärken. Es erzählt auf unterhaltsame und altersgerechte Weise eine Abenteuergeschichte, in der 12- bis 16-jährige Mädchen technische Aufgaben aus dem Arbeitsfeld der Erneuerbaren Energien spielerisch erproben können. Ergänzend wurde umfassendes Unterrichtsmaterial sowie Informationen zur Berufsorientierung entwickelt. Die Jury wertet den Ansatz, bei Mädchen über ein Computerspiel Interesse für technische Berufe zu wecken, als höchst innovativ und würdigt zudem die Möglichkeiten einer bundesweiten Verbreitung sowie eines Einsatzes im Schulunterricht.

Der Jugendwerkstatt Felsberg e.V. richtet sich  mit seinem Projekt „MINT.FResH“ an Haupt- und Realschüler/-innen aus den Jahrgangsstufen 7 und 8 und unterstützt diese bei der Berufsorientierung im MINT-Bereich. Dazu bietet MINT.FResH seit 2016 jeweils für ein Schuljahr einmal in der Woche 90-minütige Praxismodule an, die mit einem erlebnisorientierten Ansatz Einblick in MINT-Berufe geben. Das praxisorientierte Entdecken und Ausprobieren wird in den Bereichen Bio/Chemie, Elektronik und IT angeboten und die Teilnehmenden beenden eine Praxiseinheit mit einem fertigen und gebrauchsfähigen Endprodukt („MINT.FResH-Erfolgsgarantie“). Betriebsbesuche bei lokalen Unternehmen und der Kontakt zur Berufsberatung ergänzen MINT.FResH. Die Jury würdigt das Projekt aufgrund der innovativen Kombination von individueller Ermutigung von Schülerinnen und Schülern, die eher nicht zu einer Ausbildung in einem MINT-Beruf tendieren, mit der systematischen Heranführung an Naturwissenschaft und Technik.

Über den Hermann-Schmidt-Preis

Der Hermann-Schmidt-Preis wird jährlich durch den 1996 gegründeten Verein „Innovative Berufsbildung e.V.“ verliehen. Er wird getragen vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn sowie von wbv Media in Bielefeld. Mit dem Preis will der Verein auf innovative Ansätze in der Berufsbildungspraxis aufmerksam machen, diese fördern und als gute Beispiele zur Nachahmung empfehlen. Namensgeber ist der frühere Präsident des BIBB, Prof. Dr. Hermann Schmidt, der das Institut von 1977 bis 1997 leitete.

Quellen: Pressemitteilung von BIBB und wbv Media

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