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10.07.2020

„IT ist nicht nur für männliche Mathefreaks gemacht“

Für den international tätigen IT-Dienstleister akquinet AG bedeutet Klischeefrei, Schubladendenken abzulegen und Vielfalt zu fördern. Im Interview erklärt Personalmarketerin Mirja Kleinhaus, wo das Unternehmen heute steht und wo es künftig hin möchte.

Mirja Kleinhaus, Personalmarketing akquinet AG

Frau Kleinhaus, können Sie die akquinet AG kurz vorstellen?

AKQUINET ist ein Allround-IT-Dienstleister für Unternehmen von der Beratung und Entwicklung von Standardsoftware, wie SAP und Microsoft, bis zur Individualentwicklung. Außerdem haben wir einen sehr großen IT-Outsourcing-Bereich mit zertifizierten Rechenzentren und Cloud-Services. Hier geht das Spektrum von Client Management über Arbeitsplatz-Virtualisierung bis zur Netzwerksicherheit und vielem mehr. Das Besondere ist, dass wir unsere Rechenzentren als Integrationsbetriebe führen. Dieses Konzept ist deutschlandweit einmalig.

Was hat Sie motiviert, der Initiative Klischeefrei beizutreten?

Soziale Gerechtigkeit im Berufsleben liegt uns schon immer am Herzen. Als Preisträger des Hamburger Inklusionspreises setzen wir uns schon jahrelang für die Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt ein.

Aber auch auf das Thema „Frauen in der IT“ haben wir seit Jahren einen Fokus, denn leider ist die IT-Branche noch immer männerdominiert. Zu wenige Frauen ergreifen eine IT-Ausbildung oder ein Studium in dieser Richtung. Und damit kommen auch zu wenige Frauen auf den IT-Arbeitsmarkt. Das möchten wir gerne gemeinsam mit anderen ändern. Wir möchten durch unser Engagement bei der Initiative Klischeefrei zeigen, dass wir für Gendervielfalt sind.

Auf welche Weise setzen Sie sich für eine geschlechtersensible Berufs- und Studienorientierung ein?

Geschlechtersensibilität fängt schon bei der internen und externen Kommunikation an, in der wir stark darauf achten, alle Geschlechter zu nennen. Darüber hinaus nehmen wir an Programmen wie mint:pink, dem Girls‘Day oder dem Talent Day für Medien & IT teil, in denen insbesondere unsere Programmierinnen zusammen mit den jungen Schüler*innen entwickeln.

Im letzten Jahr haben wir außerdem eine Portrait-Kampagne gestartet, um unseren „Frauen in der IT“ bei AKQUINET als Vorbildern Präsenz zu geben. Uns ist es wichtig mit dem Vorurteil aufzuräumen, dass IT nur für männliche Mathefreaks gemacht ist. Es ist erwiesen, dass Vielfalt auch in der Entwicklung und Implementierung von IT zu besseren Ergebnissen führt. Abgesehen davon fühlen sich viele unserer Kolleg*innen in vielfältigen Teams viel wohler.

Welche Erfolge haben Sie bisher mit Ihrer Arbeit erreicht?

Noch immer beobachten wir, dass unser Bewerbungseingang stark männerdominiert ist, aber langsam zeigen sich Entwicklungen. Wir nehmen mehr Praktikantinnen an Bord und es starteten auch schon weibliche Auszubildende bzw. duale Studentinnen in unserer IT. Der Frauenanteil wächst, langsam, aber er wächst. Wir müssen unbedingt weiter nach außen tragen, dass die IT tolle und abwechslungsreiche Berufsfelder für Frauen bietet, damit wir noch mehr Frauen für die IT und hoffentlich auch für uns gewinnen können.

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