Sarah interessiert sich für Technik, bewirbt sich aber für eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau. Ahmed arbeitet gern mit Menschen, entscheidet sich jedoch für die Arbeit in einer Kfz-Werkstatt. Beide Jugendlichen folgen damit einem Muster, das Fachkräfte am Übergang Schule-Beruf täglich beobachten: Geschlechterstereotype bestimmen frühzeitig und oft unbemerkt die beruflichen Wege junger Menschen. Der Fachbeitrag von Amelie Bernshausen, Referentin für Grundsatzfragen, Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e. V., verdeutlicht die Herausforderung, das Potenzial junger Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht zu erschließen und beschreibt ein Vorgehensmodell zur genderreflexiven Arbeit am Übergang Schule-Beruf.