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312 Einträge gefunden

Fachbeitrag 2026

Auf anderen Wegen: Geschlechtsuntypische Berufsausbildungen im Erwerbsverlauf

Geschlechtsuntypische Ausbildungen könnten das Potenzial haben, die Geschlechtersegregation am Arbeitsmarkt abzubauen und geschlechtsspezifische Ungleichheiten zu verringern. Studien deuten jedoch auf schlechtere Verwertungsperspektiven dieser Ausbildungsabschlüsse hin. Um diese näher zu beleuchten, werden im Beitrag Herausforderungen identifiziert, mit denen Personen im weiteren Erwerbsverlauf konfrontiert sind, wenn sie sich für eine Ausbildung in einem vom anderen Geschlecht dominierten Beruf entschieden haben. Grundlage sind Interviews mit Personen, die ihren geschlechtsuntypischen Ausbildungsberuf verlassen haben, sowie Expertinnen- und Experteninterviews.

Fachbeitrag in der BIBB-Zeitschrift Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis (BWP), Ausgabe 01/2026: Fachkräftepotenziale


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Autorin/Autor:
Wagner, Pia; Fournier, Lisa; Dorau, Ralf
Herausgegeben von:
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Erscheinungsjahr:
2026
Thema:
Ausbildung
Format:
Fachbeitrag

Praxismaterial, Projekte 2019

Boys in Care: Projektergebnisse und Materialien

Boys in Care ist ein von der Europäischen Union gefördertes Projekt, mit dem Ziel, auf europäischer Ebene Jungen bei der Berufswahl für geschlechtsuntypische Bildungswege und Karrieremöglichkeiten zu interessieren. Im Zentrum steht dabei die Ausbildung in soziale, erzieherische und pflegerische Berufe. Das Projekt hat hierzu diverse innovative Materialien und Ansätze entwickelt. Auf der Projektwebsite finden Sie diverse Materialien und Werkzeuge, u.a. ein Handbuch mit Methoden, eine Methodensammlung, ein Karten-Set, Videos mit Männern in sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Berufen etc.

Umgesetzt wurde das Projekt (2017–2019) von Dissens – Institut für Bildung und Forschung in Berlin. Das Projekt richtet sich an eine breite Zielgruppe: Jungen, Eltern, Lehrkräfte an Schulen, Berufsberaterinnen und Berufsberater sowie Expertinnen und Fachkräfte. Zu den Zielen des Projekts, das in Bulgarien, Deutschland, Italien, Litauen, Österreich und Slowenien durchgeführt wird, gehörte auch die Entwicklung, Durchführung und Verbreitung von Bildungs- und Beratungsangeboten für Lehrkräfte und Berufsberaterinnen und Berufsberater für eine bedarfsgerechte Unterstützung von Jungen in ihrer Berufswahl von sozialen, erzieherischen und pflegerischen Berufen. Entstanden ist ein Curriculum für eine Fortbildung.

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Herausgegeben von:
Dissens – Institut für Bildung und Forschung e. V.
Erscheinungsjahr:
2019
Thema:
Schule, Berufsorientierung
Format:
Praxismaterial, Projekte

Studie 2023

Why do they leave?

Examining dropout behaviour in gender-atypical vocational education and training in Germany

Das deutsche Berufsbildungssystem ist stark geschlechtergetrennt und durch hohe Abbrecherquoten gekennzeichnet. Dieser Artikel untersucht das Abbruchverhalten von Auszubildenden in geschlechtsatypischen Ausbildungsberufen. Zunächst wird untersucht, ob geschlechtsatypische Auszubildende eine höhere Abbrecherquote als ihre gleichaltrigen Peers haben. Zweitens untersuchen wir Unterschiede in den selbstberichteten Gründen für den Ausbildungsabbruch zwischen geschlechtsuntypischen und geschlechtsatypischen Auszubildenden. Die Ergebnisse zeigen, dass geschlechtsatypische Auszubildende, und insbesondere Männer in weiblich dominierten Berufen, ihre Ausbildung eher abbrechen. Die selbstberichteten Gründe für den Abbruch unterschieden sich nach dem Status der geschlechtlichen Minderheit: weibliche Minderheiten brachen die Ausbildung eher wegen mangelnder sozialer Integration ab, während männliche Minderheiten ihre Ausbildung eher aufgrund von unerfüllte Erwartungen im Vergleich zur geschlechtlichen Mehrheit abbrachen. Diese Ergebnisse zeigen, dass geschlechtsspezifische Wahrnehmungen und Erfahrungen mit den höheren Abbrecherquoten von geschlechtsuntypischen Auszubildenden zusammenhängen.

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Autorin/Autor:
Beckmann, Janina
Herausgegeben von:
Journal of Vocational Education & Training
Erscheinungsjahr:
2023
Thema:
Ausbildung
Format:
Studie

Datenbank, Dossier, Portal 2023

Gender und Beruf

IAB-Themenseite

Der deutsche Arbeitsmarkt ist durch eine ausgeprägte berufliche Trennung von Frauen und Männern gekennzeichnet. Kann die Berufswahl in eine Karriere-Sackgasse führen? Welche Folgen hat die Digitalisierung für die Geschlechterungleichheit auf dem deutschen Arbeitsmarkt? Welche geschlechtsspezifischen Ost-West-Unterschiede gibt es im Erwerbsverlauf? Und wie steht es um die Ausbildung und Beschäftigung von Frauen in den sogenannten MINT-Berufen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das IAB in seiner Forschung zu Gender und Beruf ebenso wie mit der Erwerbssituation von Frauen in Engpassberufen, mit geschlechtstypischen Stellenausschreibungen oder Geschlechterdiskriminierung bei der Auswahl von Bewerberinnen und Bewerbern. Auf dieser Sonderseite hat das IAB Publikationen und Projekte des IAB rund um das Thema „Gender und Beruf“ zusammengestellt.

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Herausgegeben von:
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
Erscheinungsjahr:
2023
Thema:
Arbeitsmarkt
Format:
Datenbank, Dossier, Portal

Faktenblatt 2025

Klischeefrei-Faktenblatt Lebenserwerbseinkommen

Unterschiede im Lebenserwerbseinkommen nach Geschlecht

Wieviel verdienen Frauen im Durchschnitt im gesamten Lebensverlauf weniger als Männer? Von welchen Faktoren ist der Unterschied im Entgelt abhängig? Welche Tendenzen gibt es für die Zukunft? Das Lebenseinkommen bezeichnet das über den Lebensverlauf gesammelte Erwerbseinkommen einer Person. Betrachtet man das über den gesamten Erwerbsverlauf angesammelte Erwerbseinkommen, verdienen Frauen im Durchschnitt 49,8 Prozent weniger als Männer. Das Faktenblatt liefert Zahlen und Fakten übersichtlich aufbereitet und informiert auch über die zukünftige Entwicklung.

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Herausgegeben von:
Servicestelle der Initiative Klischeefrei
Erscheinungsjahr:
2025
Thema:
Arbeitsmarkt
Format:
Faktenblatt

Studie 2019

Warum werden Berufe nicht gewählt?

Die Relevanz von Attraktions- und Aversionsfaktoren in der Berufsfindung

Aufbauend auf der Vermutung, dass die „Nicht-Wahl“ von Berufen anderen Logiken folgt als die Wahl von Berufen, stellt die Autorin in ihrer Dissertation ein theoretisches Modell vor, das Attraktions- und Aversionsfaktoren in der Berufsfindung unterscheidet.

Warum leiden manche Berufe unter Nachwuchsproblemen und andere nicht? Vor dem Hintergrund wachsender Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt und zunehmender Fachkräfteengpässe in bestimmten Berufen stellt sich diese Frage mit zunehmender Dringlichkeit. Bisherige Berufswahltheorien können diese Frage allerdings nicht abschließend beantworten. Aufbauend auf der Vermutung, dass die „Nicht-Wahl“ von Berufen anderen Logiken folgt als die Wahl von Berufen, stellt die Autorin in ihrer Dissertation ein theoretisches Modell vor, das Attraktions- und Aversionsfaktoren in der Berufsfindung unterscheidet. Basierend auf Auswertungen einer Schülerbefragung wird am Beispiel der Pflegeberufe aufgezeigt, dass Aversionsfaktoren von zentraler Bedeutung in der Erklärung der „Nicht-Wahl“ von Berufen sind.

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Autorin/Autor:
Matthes, Stephanie
Herausgegeben von:
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Erscheinungsjahr:
2019
Thema:
Ausbildung, Arbeitsmarkt
Format:
Studie

Fachbeitrag, Studie 2018

Geschlechtsspezifische Unterschiede in den Arbeitszeiten

Fortschritt auf der einen, Stagnation auf der anderen Seite

Der Beitrag untersucht die Entwicklung der Arbeitszeiten seit 2010 in einer geschlechtsvergleichenden Perspektive und befasst sich mit den Auswirkungen unterschiedlicher Lebensphasen auf die Arbeitszeiten von Frauen und Männern. Dabei wird auch die Entwicklung über die Zeit mit Blick auf die Frage untersucht, inwieweit Elternzeit und KiTa-Ausbau dazu führen, den geschlechtsspezifischen Einfluss der Lebensphase abzumildern.

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Autorin/Autor:
Dr. Angelika Kümmerling
Herausgegeben von:
Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen (IAQ)
Erscheinungsjahr:
2018
Thema:
Arbeitsmarkt
Format:
Fachbeitrag, Studie

Studie 2019

Gute Strategien für gute Berufe in der frühen Bildung

OECD-Studie

Damit sich mehr Menschen für den wichtigen Beruf der Erzieherin oder des Erziehers entscheiden, muss dieser attraktiver werden. Die OECD wollte wissen: Wie machen das andere Länder? In ihrer neuen Studie zeigt sie Wege auf, wie in anderen Ländern in pädagogische Fachkräfte investiert wird. Eine der acht aufgeführten Maßnahmen ist, auch Männer verstärkt zur pädagogischen Arbeit zu ermutigen. Die Gewinnung und Bindung von Fachkräften stellt im Bereich der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) seit geraumer Zeit eine Herausforderung dar. Den OECD-Ländern ist es zunehmend wichtig, dass FBBE-Fachkräfte ein hohes Qualifikationsniveau besitzen, doch führen Niedriglöhne, ein geringes Ansehen, fehlende öffentliche Anerkennung, schlechte Arbeitsbedingungen und begrenzte berufliche Entwicklungsmöglichkeiten dazu, dass die Personalgewinnung und -bindung sich häufig schwierig gestalten. Was können die einzelnen Länder tun, um einen Bestand an hochqualifizierten und gut ausgebildeten FBBE-Fachkräften aufzubauen? Welches ist der beste Weg, um die Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhöhen, ohne dabei den Fachkräftemangel zu verstärken? Wie können die Länder angesichts begrenzter Ressourcen die Löhne anheben und die Arbeitsbedingungen verbessern? Auf der Grundlage früherer Arbeiten der OECD zum Thema frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung und Erfahrungen aus OECD-Ländern stellt dieser Bericht bewährte Maßnahmen für bessere FBBE-Arbeitsplätze und den Ausbau des Bestands hochqualifizierter Arbeitskräfte vor.

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Herausgegeben von:
Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)
Erscheinungsjahr:
2019
Thema:
Frühe Bildung
Format:
Studie

Fachbeitrag 2021

Wohnort prägt Jobwünsche

Berufswahl im Kontext regionaler Arbeitsmärkte

Die regionale Berufsstruktur ist ein wichtiger Faktor, der die Berufsfindungsprozesse prägt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB). Der Beitrag richtet den Fokus auf die Bedeutung der regionalen Präsenz unterschiedlicher Berufe für die Berufswahl.


Die Wahl eines Berufs ist für Jugendliche ein wichtiger Entwicklungsschritt. Die Berufswahl leitet den Übergang von der Schule in den Arbeitsmarkt ein und hat langfristige Konsequenzen für die individuelle ökonomische und soziale Positionierung im weiteren Lebensverlauf. Wer einen Beruf wählt, legt sich oft fest. Spätere Berufswechsel sind nur schwer zu bewerkstelligen – insbesondere in Ländern, in denen eine enge Verknüpfung von formalen Qualifikationen und Beschäftigungschancen besteht, wie es in Deutschland und anderen Ländern mit ähnlichen beruflichen Ausbildungssystemen der Fall ist. Dieser Beitrag richtet den Fokus auf die Bedeutung der regionalen Präsenz unterschiedlicher Berufe für die Berufswahl.

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Autorin/Autor:
Flohr, Matthias; Menze, Laura; Protsch, Paula
Herausgegeben von:
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
Erscheinungsjahr:
2021
Thema:
Arbeitsmarkt
Format:
Fachbeitrag

Fachbeitrag, Studie 2021

Wird noch gelehrt, was der Arbeitsmarkt verlangt?

Ein Vergleich von vermittelten und geforderten Skills

Die Untersuchung befasst sich zum einen mit der vertikalen Segregation des Arbeitsmarktes und zum anderen mit den in der Berufsausbildung vermittelten Fähigkeiten und Fertigkeiten. Beide Aspekte führt sie zusammen und konstatiert: Es gibt zwar keine Diskriminierung, aber das Gelehrte entspricht auch nicht unbedingt den Anforderungen des Arbeitsmarktes.

Sowohl in männer- als auch in frauendominierten Ausbildungen gehen an den Bedarfen des Arbeitsmarktes im Hinblick auf die Digitalisierung und geforderte kommunikative Fertigkeiten vorbei. Die in den Ausbildungen vermittelten Inhalte tragen zur Festigung der vertikalen Arbeitsmarktsegregation bei.

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Autorin/Autor:
Spohr, Daniel; Spieß, Sabrina; Beule, Patrick
Herausgegeben von:
Hans-Böckler-Stiftung
Erscheinungsjahr:
2021
Thema:
Ausbildung, Arbeitsmarkt
Format:
Fachbeitrag, Studie