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Gemeinsame Erklärung des Bündnisses „Klischeefreie Vielfalt in Kitas“

Erzieher mit Kindern an einem Tisch in einer Kindertageseinrichtung
© Monkey Business | stock.adobe.com

Mehr als 50 Organisationen haben sich im Bündnis „Klischeefreie Vielfalt in Kitas“ zusammengeschlossen. In einer gemeinsamen Erklärung rufen sie zu einem bundesweiten Aktionstag am 5. Juni 2019 auf.

Mehr als 50 Einrichtungen, Verbände, Träger, Initiativen, Fach- und Hochschulen, Gewerkschaften sowie Fachpresse haben sich bereits zum Bündnis „Klischeefreie Vielfalt in Kitas“ zusammengeschlossen.

Gemeinsam haben sie einen bundesweiten Aktionstag organisiert, der am 5. Juni 2019 dezentral stattfinden wird. Durch verschiedene Aktionen werden die Bündnispartnerinnen und -partner darauf aufmerksam machen, welchen wertvollen Beitrag Kindertageseinrichtungen für eine heterogene vielfältige Gesellschaft leisten und wie Erzieherinnen und Erzieher diese anspruchsvolle Arbeit umsetzen.

„Vielfalt gibt es in jeder Kindergruppe und in jeder Kindertageseinrichtung. Die gute Nachricht ist: Ein tolerantes, wertschätzendes Miteinander jenseits von Klischee- und Rollenbildern kann erlernt werden. Die Fachkräfte in der Kinderbetreuung leisten hierfür eine wichtige Arbeit. Aber nicht nur sie sind gefragt: Es ist die gemeinsame Aufgabe von Eltern, Fachkräften, Trägern, Fach- und Hochschulen, unsere Kindertageseinrichtungen in diesem Anliegen zu unterstützen – überall in Deutschland, in der konkreten Arbeit vor Ort.“, sagt Dr. Franziska Giffey in ihrem Grußwort an das Bündnis. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstütze das Engagement des Bündnisses.

Die Bündnispartnerinnen und -partner haben im Vorfeld des Aktionstages eine gemeinsame Erklärung verfasst, die am 6. Mai 2019 veröffentlicht wurde. Die Unterzeichnenden betonen, dass gerade Kindertageseinrichtungen als erste Stufe des Bildungssystems in vieler Hinsicht vielfältiges Zusammenleben wertschätzend gestalten und Inklusion fördern.

Sie benötigten und verdienten hierfür gesellschaftliche Anerkennung. Gleichzeitig verweist das Bündnis „Klischeefreie Vielfalt in Kitas“ darauf, dass Kindertageseinrichtungen, Träger, Fach- und Hochschulen im Rahmen ihrer professionellen Beschäftigung mit Heterogenität vor großen Herausforderungen stünden. „Zu deren Bewältigung sind mehr politische Unterstützung sowie personelle und finanzielle Ressourcen dringend notwendig“, heißt es. das Bündnis spricht sich unter anderem für folgende Forderungen und Empfehlungen aus:

  • Vielfalt als Ressource anerkennen
  • Partizipation und Vielfalt zusammendenken
  • Schutz vor Diskriminierung
  • Notwendige finanzielle und fachliche Voraussetzungen

Die Initiative Klischeefrei ist Partnerin des Bündnisses „Klischeefreie Vielfalt in Kitas“. Dazu Miguel Diaz, Leiter der Servicestelle der Initiative Klischeefrei:

„Kinder sind vielfältig. Darum brauchen sie freie Entfaltungsmöglichkeiten ohne einengende Geschlechterklischees. Der Blick auf jedes Kind unabhängig von Stereotypen ermöglicht es, persönliche Vorlieben und Potenziale zu erkennen und zu fördern.“

Zu den Zielgruppen der Initiative Klischeefrei gehört auch der Bereich der Frühen Bildung, denn eine klischeefreie Frühe Bildung fördert die Entwicklung individueller Interessen und Stärken – ganz unabhängig vom Geschlecht. Zudem werden Rollenbilder schon sehr früh im Leben übernommen, sodass ein früher klischeefreier Ansatz wichtig für spätere Berufsvorstellungen ist.

Initiatorin und Organisatorin des Aktionstages ist die Koordinationsstelle „Chance Quereinstieg/Männer in Kitas“, Partnerin der Initiative Klischeefrei. Schirmherrin des Aktionstages ist Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey.