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Schule: Berufs- und Studienwahlspektrum von Jugendlichen erweitern

Kinder und Jugendliche werden in der Schule entscheidend auf ihren weiteren Lebensweg vorbereitet. Schule und Lehrkräfte können sie ermutigen, ihre Stärken und Neigungen zu reflektieren, sich von Rollenklischees zu lösen und ihren eigenen Vorlieben zu folgen, insbesondere bei der Berufswahl.

Ein Kreidestrich auf einer Tafel.

Im Laufe der Schulzeit setzen sich Schülerinnen und Schüler zunehmend mit der Frage auseinander: Welche Berufe gibt es überhaupt? Welcher Beruf passt zu mir? Soll ich eine Ausbildung machen oder besser studieren? An den meisten Schulen wird die Berufswahl heute im Unterricht thematisiert. Dabei geht es um viel mehr als um die Frage, wie eine gute Bewerbung geschrieben wird.

Da die Berufswahlentscheidung auch heute noch vielfach von Geschlechterklischees beeinflusst ist, kommt einer klischeefreien Berufsorientierung in der Schule eine hohe Bedeutung zu. Voraussetzung ist, dass Lehrkräfte sich der Klischees und ihrer Wirkung im Prozess bewusst sind – und Geschlechterklischees aktiv im Unterricht aufgegriffen und kritisch reflektiert werden. Warum sollen Mädchen nicht ein ingenieurwissenschaftliches Fach studieren oder Jungen eine Pflegeausbildung machen?

Schulen können die Jugendlichen im Berufswahlprozess unterstützen. Sie können ihnen dabei helfen, ihre Stärken und Potenziale kennenzulernen und sich dabei über traditionelle Rollenbilder hinwegzusetzen. Erst eine klischeefreie Berufsorientierung ermöglicht es den Jugendlichen, ein erweitertes Berufswahlspektrum als Chance für ihre eigene Zukunft zu begreifen.

Die Initiative Klischeefrei stellt in ihrer Infothek eine ganze Reihe von Informationen und Materialien für Lehrkräfte zur Verfügung, darunter auch ein eigenes Methodenset für die Sekundarstufe I.

„Klischeefrei durch die Grundschule“

„Klischeefrei durch die Grundschule“

Bereits im Grundschulalter verbinden Kinder viele Berufe mit einem bestimmten Geschlecht. Das Methodenset „Klischeefrei durch die Grundschule“ setzt an dieser Problematik an und umfasst Methoden für die pädagogische Arbeit mit Kindern, Anleitungen zur Sensibilisierung und Selbstreflexion im Kollegium sowie zur Einbindung von Eltern. Abgerundet wird das Methodenset durch zwei Lesebücher für Anfängerinnen und -anfänger bzw. Fortgeschrittene.

zum Methodenset

„Klischeefrei macht Schule“

„Klischeefrei macht Schule“

Das Methodenset „Klischeefrei macht Schule“ umfasst 12 interaktive Unterrichtsmethoden für Schülerinnen und Schüler. Zusätzlich bietet es zwei Methoden, die im Rahmen der Elternarbeit und für schulinterne Entwicklungsprozesse zur Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees genutzt werden können. Die Unterrichtsmethoden können im berufsvorbereitenden Unterricht, im Fachunterricht, in Vertretungsstunden oder an Projekttagen eingesetzt werden. 

zum Methodenset

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